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Vandalen vom Untersee gefasst

72 Sachbeschädigungen gehen auf das Konto zweier jugendlicher Täter

06.12.2010
Michael Häßler

IBN Die Serie von Sachbeschädigungen und Diebstählen auf Booten im Bereich Radolfzell und der vorderen Höri ist weitgehend aufgeklärt, wie die Wasserschutzpolizei Reichenau mitteilt.

Zwei 13 und 14 Jahre alte männliche Jugendliche aus einer Höri-und einer Hegaugemeinde haben einen Großteil der Taten zugegeben.

Unter anderem sind sie für die schweren Sachbeschädigungen und Nazi-Schmierereien auf der Martin-Werft verantwortlich, wo allein 34 Boote während eines Gewitters am hellichten Nachmittag beschädigt wurden. Auch beim Wassersportclub Wäschbruck, beim Yachtclub Radofzell, in Iznang und in Moos hinterließen die Täter ihre Spuren. Insgesamt verursachten sie in bisher 72 bekannt gewordenen Fällen einen vorerst auf 60.000 Euro geschätzten Schaden. 

Mehrfach waren die beiden jugendlichen Angler in den Häfen gesehen worden, jedoch nicht weiter aufgefallen.

Die beiden Täter waren der Polizei bisher noch nicht bekannt. Ein konkretes Motiv für ihre Taten konnten sie nicht angeben.  


Mit einen vorgefundenen Messer schlitzten die Täter diesen Sitz auf. Foto:Wasserschutzpolizei Reichenau

Vorgefundene Lebensmittel verteilten die Täter auf dem Boot Foto:Wasserschutzpolizei Reichenau

Die Täter verteilten das Inventar auf dem Boot und hinterließen Nazi-Parolen. Foto:Wasserschutzpolizei Reichenau