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Vom Schwäbischen Meer zur Champions-Liga

WYC segelt in Dänemark gegen Vereine aus 15 Nationen

Friedrichshafen, 15.10.2014
IBN

Zum ersten Mal in der Weltgeschichte des Segelsports werden 23 Clubs aus 15 Nationen in einem Vereinswettbewerb in Dänemark gegeneinander segeln. Die „Sailing Champions League“ hat die Hamburger „Konzeptwerft“ erfunden, die auch für die deutsche Segel-Bundesliga aktiv ist. Einer von drei deutschen Vertretern ist der Württembergische Yacht-Club. Für den Verein aus Friedrichshafen gehen Klaus Diesch, Thomas Stemmer, Felix Diesch und Marvin Frisch in Kopenhagen an den Start.

Ursprünglich sollte Max Rieger steuern, der das WYC-Team beim Bundesliga-Event (an deren Konzept sich die neue Champions-Liga anlehnt) in Friedrichshafen fulminant auf Rang zwei gesegelt hatte. Doch Rieger hat sich kurz nach dem Liga-Wochenende den Fuß gebrochen und ist noch nicht wieder segeltauglich. Dafür haben Felix Diesch und Thomas Stemmer seit kurzem den deutschen Meistertitel 2014 im Matchrace (als Crewmitglieder) in der Tasche.

„Durch die Verletzung von Max ist unsere Crewplanung für die Champions League natürlich beeinflusst“, sagt Team-Captain Klaus Diesch. „Max ist jetzt in zwei Bundesligajahren immer herausragend gesegelt und wäre natürlich auch für das WYC-Team der Mann gewesen.“

Klaus Diesch schätzt die Konkurrenz in Kopenhagen sehr stark ein. „Wir hoffen aber, in die erste Hälfte zu kommen, das wäre für uns sicher ein großer Erfolg“, setzt er ein klares Ziel.

Die Premiere der „Sailing Champions League“ ist keine normale Regatta. „In erster Linie freuen wir uns, unseren Club bei einem solch großen Event repräsentieren zu dürfen, dennoch haben wir uns mit einer hervorragenden Leistung in der Bundesliga im vergangenen Jahr – also mit der Vizemeisterschaft – qualifiziert. Auch dieses Jahr haben unsere Erstliga-Segler eine Spitzenleistung gezeigt“, so Diesch über das Team, das vor dem letzten deutschen Liga-Event auf Rang vier liegt. „Das motiviert das Team natürlich für die Champions League“.

Gesegelt wird im Hafen von Kopenhagen auf den J-70-Booten, die die deutschen Segler (wie auch die dänischen) von ihrer ersten Liga schon kennen. Auch das Format basiert auf dem der Bundesliga: Jedes Team soll 15 Rennen von jeweils 12 bis 15 Minuten Dauer segeln. Acht baugleiche Boote werden gestellt, nach jeder Wettfahrt wird gewechselt. Die ersten Wettfahrten werden am Freitagnachmittag gesegelt, die Siegerehrung ist für den späten Sonntagnachmittag vorgesehen.

Weitere Informationen: sailing-championsleague.com

Die Teilnehmer der Sailing Champions League 2014

Austria: Union Yacht Club

Austria: Yacht Club Bregenz

Denmark: Hellerup Sejlklub

Denmark: Kerteminde Sejlklub

Denmark: Kongelig Dansk Yachtklub

France: Sport Nautique de l’Ouest

Germany: Norddeutscher Regatta Verein

Germany: Verein Seglerhaus am Wannsee?

Germany: Württembergischer Yacht-Club?

Great Britain: Royal Thames Yacht Club

Italy: Circolo Canottieri Aniene

Italy: Yacht Club Costa Smeralda

Monaco: Yacht Club de Monaco

Norway: Kongelig Norsk Seilforening?

Oman: Oman Sail

Poland: Chojnicki Klub Zeglarski

Russia: Royal Yacht Club Moscow

Russia: Saint Petersburg Yacht Club ?

Spain: Real Club Náutico de Gran Canaria

Sweden: Göteborgs Kungliga Segel Sällskap

Sweden: Kungliga Svenska Segel Sällskapet

Switzerland: Thunersee Yachtclub

The Netherlands: WaterSportVereniging Almere Haven


Statt auf dem Schwäbischen Meer an der dänischen Ostsee unterwegs sind am Wochenende die Erstliga-Segler des Württembergischen Yacht-Club. Sie werden in Kopenhagen bei der „Sailing Champions League“ antreten. Gesegelt wird mit den gleichen Booten vom Typ J70 wie bei der deutschen Segel-Bundesliga Foto:WYC