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Aufholjagd auf der Alster

Friedrichshafen, 28.10.2014
IBN

Der sechste und letzte Event der 1. Segel-Bundesliga (das „Finale“) steht am kommenden Wochenende (31. Oktober bis 2. November) in Hamburg bevor.

Als alter und neuer Deutscher Meister steht der gastgebende Norddeutsche Regatta-Verein (NRV) zwar bereits seit dem „Spieltag“ Ende September in Friedrichshafen schon fest, doch um die Plätze dahinter wird noch heftig gerangelt – auch der WYC will da noch ein Wörtchen mitreden.

„Fünf Punkte trennen uns vom Podium“, kommentiert WYC-Team-Captain Klaus Diesch die Tabelle. „Das wird schwierig, aber wir werden versuchen, eine richtig gute Leistung abzurufen“, sagt Diesch, der selbst segeln wird. Fünf Punkte Distanz sind fünf Plätze Differenz bei diesem letzten Regattatermin der ersten Liga – und auch Platz zwei ist (mit acht Zählern Abstand) für den vorjährigen Vizemeister theoretisch noch erreichbar. Doch das würde nicht nur eine sehr gute Performance des WYC-Teams erfordern, sondern auch ein entsprechend schlechtes Abschneiden der momentan auf diesen Plätzen rangierenden Vereine aus Berlin (VSaW) und Bayern (DTYC). Vor Rang fünf hat der WYC dagegen elf Punkte Vorsprung.

Steuern wird diesmal Mathias Rebholz (26). Felix Diesch (23) wird mit seinem zehnten Einsatz in der Liga weiterhin der aktivste Segler in diesem seit 2013 bestehenden Regattaformat sein. Vierter Mann ist diesmal Kevin Mehlig (21), der schon in Kiel dabei war. Für „Matze“ Rebholz ist es der zweite Einsatz als Steuermann in diesem Jahr für das WYC-Liga-Team. Auch vergangenes Jahr steuerte er in Hamburg für den WYC. Rebholz hat im Oktober an drei Matchrace-Events zwischen Dänemark und Südfrankreich nacheinander gesteuert und ist auf dem besten Wege in die Top-100 der Matchracer der Welt. Die beiden Dieschs – entfernte Verwandte in dieser die Segelszene seit Jahrzehnten prägenden Häfler Familie – waren erst kürzlich in Dänemark bei der Sailing Champions League und errangen einen Platz im Mittelfeld.

„Die Mannschaft ist hochmotiviert, um jetzt noch einmal zum Finale ein gutes Ergebnis für den Club zu erzielen“, ist Klaus Diesch (48) überzeugt. Kämpferisch einstimmen können sich die vier Segler auf der Fahrt von Friedrichshafen nach Hamburg, für den die Mercedes-Benz-Niederlassung Ravensburg wieder ein Fahrzeug der V-Klasse (V wie Victory) zur Verfügung stellt. Das mit Aufklebern des WYC und der weiteren Sponsoren (Interboot, KWS Verkehrsmittelwerbung, Oberhanss-Immobilien, Musto und Zeppelin-Stiftung) versehene Fahrzeug wird so auch prägnant für die Stadt am Bodensee werben.

Die 18 beteiligten Vereinsmannschaften werden auf der Alster auf den bekannten Booten vom Typ J70 segeln. Für die letzten sechs geht es auch um den Abstieg oder die Relegation. Geplant sind wie bei allen Liga-Events 45 Rennen in einer sechs Boote starken Flotte, also 15 Wettfahrten für jedes Team. Die Wetterprognose verspricht windiges Wetter auf dem kleinen See inmitten der Hansestadt.


Das WYC-Team liegt vor dem Abschluss der Segel-Bundesliga in Hamburg fünf Punkte hinter dem Podium.