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Schon wieder eingebrochen

Ostmole des YC Radolfzell wird zum Schwerpunkt

Radolfzell, 30.05.2016
Michael Häßler

Die negativen Ereignisse an der Ostmole beim YC Radolfzell werden nicht weniger. In der Nacht zum Sonntag, dem 29. Mai wurde bereits zum dritten Mal in diesem Jahr auf dem selben Boot eingebrochen.

Wie bei den Einrüchen zuvor verursachten die Täter Schäden am Steckschott und unter Deck. Dort konsumierten sie laut Eigner „hochwertige Getränke“. 

Kritik äußerte dieser am Verhalten der zuständigen Reichenauer Wasserschutzpolizei, die sich nicht in der Lage sah, noch am selben Tag zur Spurensicherung zum Tatort zu kommen. Das große Boot stünde nicht zur Verfügung, mit dem Buster sei man „durchgeschüttelt“ bis man in Radolfzell sei, und mit dem Auto brauche man bei dem Verkehr „zwei Stunden“, so die Auskunft der Polizei am Sonntag abend gegen 17.30 Uhr. Erst nach der Drohung des Eigners, an Bord zu übernachten und sein Boot bei einem neuerlichen Einruch selber zu verteidigen, kamen schließlich zwei Beamte aus Konstanz vorbei, um den Fall aufzunehmen.

Bereits in der Nacht zuvor bestiegen unbekannte Täter ein benachbartes Boot, dessen Crew auf dem Boot nächtigte. Erst als die Täter angesprochen wurden, flüchteten diese. Anschließend stellten die Eigner fest, dass ihre vor dem Boot abgestellten Fahrräder fehlen. Die beiden auffälligen, orangenfarbenen Klappräder wurden von einem anderen Mitglied beim ebenfalls benachbarten Skaterplatz gesehen, waren aber bereits wieder weg, als der Besitzer dort nachsah.

Ein anderes Clubmitglied berichtete, dass ihm vor einiger Zeit von clubfremden Personen „Schläge angedroht“ wurden, die er auf dem Vereinsgelände angesprochen habe. Man habe schon gesehen, so eine weitere Drohung, von wo er gekommen sei, und welches sein eigenes Boot sei.

Dass diese Fälle im Zusammenhang mit einem im letzten Jahr geschaffenen, benachbarten öffentlichen Grillplatz stehen, wird vermutet. Manches Mitglied kritisiert auch, dass die den Hafen umgebende, ehemals hohe Hecke auf Anweisung der Stadtverwaltung auf „übersteigfreundliche Höhe“ gestutzt werden musste.