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Wasserburger Molenverlängerung bleibt fraglich

Wasserburg, 12.05.2017
IBN

Wer bauen will, braucht eine Genehmigung. Und wer am See bauen will, braucht besonders viele und teure Genehmigungen. Wer am See bauen will und ein FFH-Gebiet als Nachbar hat, muss nachweisen, dass die Baumaßnahme keinen negativen Einfluss auf die umliegenden Schutzgebiete hat.

Letzteres scheint ohne „öffentliches Interesse“ an der Baumaßnahme kaum realisierbar. Und dieses „öffentliche Interesse“ wird nicht etwa von der „Öffentlichkeit“ festgestellt, sondern von einer Behörde, die im Namen der „Öffentlichkeit“ entscheidet.

Solcherlei Amtsprügel bekommen gerade die Wasserburger zwischen die Beine geworfen. Für die wasserrechtliche Genehmigung verlangt das Landratsamt eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Diese soll mehr als 40.000 Euro kosten und sich bis in den nächsten Winter ziehen. Ob das Geld für die Studie, bei den zu erwartenden Erfolgsaussichten gut angelegt ist, erscheint zumindest einigen Gemeinderäten zweifelhaft.

Es sollen noch einmal Gespräche mit dem Landratsamt stattfinden, weil die Auflagen für den Bürgermeister „überraschend“ gewesen seien, wie ihn die Schwäbische Zeitung zitiert.