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Die Rund Um kann am Bildschirm verfolgt werden

Lindau, 13.05.2019
IBN

Der Lindauer Segler-Club freut sich über knapp 130 Meldungen, die bislang zur 69. Rund Um eingegangen sind. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Wettfahrtleiter Hans-Joachim Holz. „Sonst waren das zu diesem Zeitpunkt immer 20-30 Boote weniger. Von daher sind wir zuversichtlich, dass wir wieder 300 Boote am Start haben werden.“

Die Rund Um wird am Freitag, 21. Juni 2019 um 19.30 Uhr gestartet. „Das ist ein relativ später Termin im Regattakalender. Sonst war die Regatta meist drei oder vier Wochen früher, mit gelegentlich schlechtem Wetter während der Schafskälte Anfang Juni“, so Karl-Christian Bay, der Vorsitzende des LSC. „Vielleicht hoffen die Segler, wie wir auch, auf eine schöne Sommernacht mit ein wenig Wind“.
Neu ist in diesem Jahr, dass alle Boote getrackt werden können. „Es wird eine App für Android und i-phone geben“, verkündet Hans-Joachim Holz eine der bedeutenden Neuerungen zur Rund Um. „Die ist kostenlos, der Segler muss seinen Bootsnamen eingeben. Daraufhin kann im Internet sein Kurs verfolgt werden. Und damit der Handy-Akku in der Nacht nicht schlapp macht, bekommt jeder Teilnehmer, der sich anmeldet, ein geladenes Powerpack für sein Telefon.“
„Das ist keine verbotene Hilfe von außen,“ wertet der Internationale Schiedsrichter Mufti Kling die App. „Der Anbieter Kwindoo stellt die Daten ins Internet, dort sind sie frei für jeden zugänglich. Damit hat kein Segler einen unerlaubten Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Aber hinterher kann jeder seinen Kurs analysieren. Und die daheim gebliebenen wissen, wo sich das Schiff gerade befindet“. Die Regattaapp bietet den Seglern weitere Vorteile: Die Wettfahrtleitung kann den Seglern Informationen während der Regatta schicken. Zum Beispiel über Bahnabkürzungen oder aufziehende Gewitter.

Der etwa 100 Kilometer lange Kurs führt vom Start in Lindau über Romanshorn und Konstanz nach Überlingen und zurück nach Lindau. „Auch die Sicherheit bei dieser Nachtregatta haben wir verbessert“, so Hans-Joachim Holz. „Es war ein Wunsch der Katamaran-Segler, jetzt sind zum Beispiel Messer vorgeschrieben, die müssen am Mann getragen werden. Damit können sich im Fall einer Havarie die Segler losschneiden. Und sie müssen mehrere verschiedene Leuchten am Körper tragen, damit sie im Wasser sofort gefunden werden können.“ Neu ist in diesem Jahr, dass Boote, deren Beleuchtung ausgefallen ist, sofort den nächsten Hafen anlaufen müssen.
Im Rahmenprogramm für die Rund Um wurde nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr Karl Frierson für Donnerstag, 20. Juni 2019 verpflichtet. „Und wir sind noch dabei, einen Kracher für die Seglerparty am Samstag zu verpflichten,“ verspricht Karl-Christian Bay.
„Eins ist mir noch wichtig,“ sagt Hans-Joachim Holz als Wettfahrtleiter. „Das sind unsere gestaffelten Meldegebühren. Bis 19. Mai sind es 80 Euro, damit liegen wir im Vergleich mit anderen Regatten mittlerweile eher im unteren Bereich des Startgelds. Vor allem, wenn man vergleicht, was die Segler alles bekommen. Ab dem 20. Mai steigt das Meldegeld auf 100 Euro. Nachmeldungen auf den letzten Drücker kosten dann 200 Euro.“


Der Start zur letztjährigen Rund Um. Foto:Kaufmann