Spektakulären Szenen und packenden Rennen

AC KAt

neapel, 12.04.2012 von IBN

Die AC World Series – Neapel hat heute spektakulär begonnen. Starkwind und Wellengang sorgte für Respekt einflößende Regattabedingungen. Die AC45-Katamarane, angetrieben von turmhohen Tragflächensegeln tanzten aus dem aufgewühlten Wasser.

"Das ist klasse, so macht Segeln Spaß. In solchen Bedingungen zu segeln, ist mit nichts vergleichbar“, sagte Emirates Team New Zealand Skipper Dean Barker, der nach zwei Fleet Races das Klassement anführt. „Aber man darf nicht vergessen, dass es den Booten und der Crew wirklich sehr viel abverlangt. Das Ziel war es, in einem Stück zurück ins Dock zu kommen, das haben wir geschafft. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir gut in Form sind.“
 
Barker und sein Team mussten sich im ersten Rennen aus dem hinteren Mittelfeld durch die Flotte arbeiten und kamen noch auf den dritten Platz. Die zweite Wettfahrt gewannen die Neuseeländer, die nun punktgleich mit ORACLE Racing Spithill sind. Das US-Team verbuchte ebenfalls einen ersten und einen dritten Rang. Barkers Crew hat aber das letzte Rennen des Tages gewonnen und wird deshalb an Position eins geführt.
 
Dem Spitzenduo dicht auf den Fersen sind zwei Teams, die an einem anspruchsvollen Regattatag beeindrucken konnten. Das Team Korea, bei dem der junge Skipper Nathan Outteridge seine Premiere in der AC World Series gab, belegte die Plätze vier und zwei und kommt damit auf denselben Score wie das Energy Team (2,4).
 
„Viel mehr hätten wir uns nicht träumen lassen“, sagte Outteridge. „Nur die beiden Top-Teams waren heute besser. Wir haben die Erwartungen übererfüllt, entsprechend sind wir auch überglücklich.“
 
Bei Wetterbedingungen wie am heutigen Tag gibt es zwangsläufig immer auch Teams, die weniger zufrieden sein können. Terry Hutchinson war mit seinem Team Artemis Racing im ersten Rennen auf sicherem Kurs zu einem zweiten Rang, als er beim Runden der Luvtonne mit beiden Rümpfen ins Wasser eintauchte. Der Wind drückte weiter, und das Boot kenterte.

„Es ging darum, die Balance zu finden: Viel aus dem Boot herausholen, aber kein Risiko eingehen“, meinte Hutchinson. „Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, wir hätten zu viel riskiert, aber es ist eben passiert. Es ist sehr frustrierend. Zum Glück ist niemand verletzt, aber der Flügel ist hinüber. Es ist einfach nur schade, das Boot war bestens präpariert für die Regatta, wir haben sehr gut trainiert – und nun bleibt diese Riesen-Enttäuschung.”
 
Auch das China Team hatte mit einem beschädigten Flügel zu kämpfen, konnte das erste Rennen nicht beenden und auch im zweiten nicht mehr antreten. ORACLE Racing Bundock hatte mit einem Schaden an einem Rumpf zu kämpfen, nachdem dieser im ersten Rennen über eine Welle sprang und auf dem Wasser aufschlug. Auch wenn der Regattatag danach für sein Team beendet war, zeigte sich Skipper Darren Bundock zuversichtlich, am Donnerstag wieder antreten zu können.
 
Beide Luna Rossa Crews feierten heute ihr Debüt bei der AC World Series, zeigten dabei solide, wenn auch keine spektakulären Leistungen und liegen nach dem ersten Tag im Mittelfeld.
 
Das Programm für den morgigen Tag sieht zunächst Match Races vor. Die Paarungen ergeben sich aus den Platzierungen im Zwischenklassement. Anschließend wird die Fleet Racing Championship fortgesetzt. Der Start des ersten Match Races ist für 13.30 Uhr MESZ angesetzt.
 
Vorläufiger Zwischenstand nach dem ersten Tag:
 
1. Emirates Team New Zealand (Skipper: Dean Barker)
2. ORACLE Racing - Spithill (Skipper: James Spithill)
3. Team Korea (Skipper: Nathan Outteridge)
4. Energy Team (Skipper: Yann Guichard)
5. Luna Rossa - Swordfish (Helmsman: Paul Campbell-James)
6. Luna Rossa - Piranha (Helmsman: Chris Draper)
7. ORACLE Racing - Bundock (Skipper: Darren Bundock)
8. Artemis Racing (Skipper: Terry Hutchinson)
9. China Team (Skipper: Fred Le Peutrec)