Felchen halten Fischer über Wasser

07.12.2010 von IBN

Jahreszeitlich zwar stark schwankende Fänge verzeichneten die Berufsfischer am Bodensee 2010. Ggesamthaft gesehen fiel aber das Ergebnis mindestens bei den Felchen zufriedenstellend aus. Weiter im Keller blieben die Eglifänge.

Anfang Jahr waren ausreichend Felchen in den Maschen, um den Markt befriedigen zu können. Schlechtes Wetter im Mai ließ dann die Gesichter der Fischer länger werden, die Felchenfänge gingen stark zurück, die Abnehmer wichen teilweise auf Importware aus.
Erst den Sommer über wurden die Netzzüge wieder ergiebiger, im September gab es sogar Felchen im Überfluss. Der Markt konnte die Fänge nicht mehr aufnehmen, die Preise für die Fische fielen deutlich. 

Eine Reihe von Berufsfischern beschränkte freiwillig die Intensität der Netzeinsätze und liess Fangtage aus. Ein Sprecher der Petrijünger regte an, man solle die Regelung flexibler dahingehend abändern, dass im Frühjahr mit engeren Maschen mehr Felchen zu erbeuten wären, dafür im Herbst dann mit weniger Netzen und grösseren Maschenweiten marktgerecht weniger.

Immer mehr zur Randerscheinung werden die Barschfänge, 2010 musste das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen registriert werden. Die genaue Fangstatistik für das Jahr 2010 lag zwar noch nicht vor, da das Laichfischen erst bevorstand. Der Ertrag der Bodenseefischer dürfte sich aber auf gegenüber früher niedrigerem Niveau stabilisieren, wie auch das Endergebnis für das Vorjahr zeigte.