Jugend-Segel-Elite vor Überlingen

Mastenwald

Überlingen, 26.07.2012 von gelöscht

150 Jugendsegler werden in der nächsten Woche bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der olympischen Jollen-Klasse Laser Radial sowie in der Klasse Laser 4.7 vor Überlingen um den Meistertitel kämpfen.

Der durchführende Bodensee-Yacht-Club Überlingen (BYCÜ) meistert damit nach der Internationalen Schweizer Meisterschaft der ehemaligen olympischen Kielboot-Klasse Drachen vor zwei Monaten die zweite organisatorischen Herkulesaufgabe. Seit Monaten sind die ehrenamtlichen Organisatoren beschäftigt, dem Regattanachwuchs in der Sportstadt Überlingen ein würdiger Gastgeber zu sein. Nicht nur die logistische Herausforderung 150 Laser-Jollen auf dem Clubgelände sowie dem angrenzenden Sportplatz zu koordinieren, auch das möglichst schnelle Einwassern der Jollen musste angepackt werden. Schließlich reisen die 13- bis maximal 19-jährigen Segler aus ganz Deutschland an den Bodensee, um am Ende möglichst auf dem Stockerl zu stehen. Die spezielle Jugendmeisterschaft gibt dem Segelnachwuchs die Möglichkeit, sich mit der gleichen Altersklasse zu messen. Die jüngeren Segler werden dabei in der Klasse Laser 4.7 an den Start gehen. Ihre Segelfläche ist dabei mit 4,7 qm etwa ein Quadratmeter kleiner als die der Laser Radial-Segler. Der Bootsrumpf sowie die Technik sind jedoch identisch und geben den Seglern so die Möglichkeit „mitzuwachsen“, um dann im Erwachsenenalter in der olympischen Laser Standard-Klasse (7 qm Segelfläche) zu regattieren. Nicht umsonst ist die Laserklasse mit mehr als 200.000 gebauten Laser-Jollen die größte Einheitsklasse der Welt. Durch das One Design siegt der Segler, welcher das Zusammenspiel aus Taktik, Bootsspeed und Fitness am besten beherrscht. Während am Samstag, 28.08.2012 die Teilnehmer anreisen, werden die Segel und Boote am Sonntag vermessen, bevor die Meisterschaft am Sonntagabend feierlich eröffnet wird. Von Montag bis Freitag (30.07.-03.08.2012) werden dann bis zu neun Wettfahrten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Besonders der Wettfahrtleitung kommt dabei große Verantwortung zu. Neben Mindestgeschwindigkeit der Boote, Beobachtung möglicher Winddreher und optimalem Legen der Regattabahn wird es am Start zu großem Gedränge kommen. Mögliche Frühstarter müssen sofort identifiziert werden. Bei einem verschärften Startverfahren mit der sogenannten „Black Flag“ werden Frühstarter sofort für die Wettfahrt disqualifiziert. Der BYCÜ freut sich auf die sportliche Herausforderung und spannende Wettkämpfe. Weitere Informationen unter www.bycue.de . (Max Pfeiffer)