Jollen-Einsteiger arena waren Publikumsmagneten

Hamburg, 05.11.2012 von IBN

„Die verstärkte Ausrichtung der hanseboot auf die nordeuropäischen Reviere hat erste Früchte getragen“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, zum Abschluss der 53. Internationalen Bootsmesse Hamburg am Sonntag.

 „Aussteller aus allen Segmenten haben uns bestätigt, dass vor allem an den Wochenenden spürbar mehr Besucher als in der Vergangenheit aus Dänemark, Schweden und anderen Ländern Nordeuropas die Messe besucht haben. Im Jahr Eins der Neuausrichtung ist unsere Bilanz nach neun Tagen hanseboot eine positive.“
 
Auch Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV, ideeller Träger der hanseboot), ist von der Profilschärfung der Hamburger Bootsmesse überzeugt. „Die neue revier- und fachspezifische Ausrichtung der hanseboot wird von allen Seiten honoriert. Allerdings kann eine solche Kursschärfung natürlich nicht innerhalb nur eines Jahres abgeschlossen werden. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen sowie der Anregungen und Bedürfnisse der Aussteller und Besucher werden wir gemeinsam mit der Hamburg Messe den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und die Ausrichtung der hanseboot weiter optimieren.“
 
Rund 80.000 Besucher aus dem In- und Ausland kamen vom 27. Oktober bis 4. November zur hanseboot. Damit entspricht die Besucherzahl in den Messehallen dem Vorjahresniveau (2011: 78.920). „In diesem Jahr hat aufgrund von aufwendigen Baumaßnahmen für den Gewässer- und Hochwasserschutz keine offizielle In-Water hanseboot am Hamburger Hafen stattgefunden. Dass die Besucherzahl in den Hallen das Vorjahresniveau erreicht hat, werten wir angesichts des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes als ein gutes Signal“, so Aufderheide. „Zudem bestätigen uns viele Aussteller, dass die hanseboot das richtige Publikum anspricht – nämlich überdurchschnittlich fachkundige und kauffreudige Bootseigner und Wassersportler.“
 
Gemäß einer repräsentativen und unabhängigen Befragung der Besucher ist der Fachbesucheranteil auf der diesjährigen hanseboot im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozentpunkte auf 22 Prozent gestiegen. Eine deutliche Steigerung um fünf Prozent gab es auch bei der Anzahl der Erstbesucher (insgesamt 25 Prozent).
 
Neben den zahlreichen Booten und Yachten unterschiedlichster Art und Größe – von Neuheiten und Klassikern über Sport- und Fahrtenboote bis hin zu Serienyachten und Einzelbauten – und weiteren Trends und Innovationen der Wassersportbranche lockten neue Angebote im fachlichen und aktionsreichen Rahmenprogramm der Bootsmesse Einsteiger und erfahrene Bootsleute in die Messehallen.
 
Als Publikumsmagnet erwies sich die neue hanseboot Refit arena im Obergeschoss der Eventhalle B1. Gemeinsam mit A.W. Niemeyer, M. und H. von der Linden sowie den Fachmagazinen Yacht und boote hatte die hanseboot ältere und beschädigte GFK-Boote gesucht, die während der Messelaufzeit in einer gläsernen Werft kostenlos repariert oder nachgerüstet wurden. „Zur hanseboot geht man ja traditionell, weil man hier wertvolle Informationen bekommt. Dieser Anspruch ist mit der Refit arena sehr gut gelungen“, so Helge von der Linden. „Die Besucher waren sehr interessiert, wollten sich ganz genau informieren und stellten sehr konkrete Fragen. Die Eigner der bearbeiteten Boote haben sich ganz aktiv beteiligt und viel gelernt.“
 
Während die Refit arena eher an erfahrene Skipper und Bootseigner gerichtet war, fand die ebenfalls neue Jollen-Einsteiger arena in Halle A4 vor allem bei Besuchern, die noch keine oder nur wenige Berührungspunkte mit dem nassen Element hatten, großen Anklang. Auf rund 200 Quadratmetern wurden verschiedene Jollenmodelle präsentiert und man konnte im Segelsimulator, bei Kenterübungen oder im Trapez das Segeln auf dem Trockenen erleben. „Wir hatten gute Gespräche mit Interessenten wie auch bestehenden Kunden sowie Erstkontakte zu potenziellen Neueinsteigern – also zu Besuchern ohne Segelkenntnisse, ohne Segelschein, ohne eigenes Boot und ohne Chartererfahrung. Die Jollen Einsteiger arena hat sich bestens bewährt“, so das abschließende Fazit von Christian Brandt von Onsail, der die neue Aktionsfläche als Partner der hanseboot initiiert hat.
 
Mit Gemeinschaftsbeteiligungen aus Estland, Polen und Finnland spiegelte sich die Fokussierung der hanseboot gen Norden auch auf der Ausstellerseite deutlich wider. Die Polar 55 der estnischen Polar Werft war mit 16,45 Meter die größte Segelyacht in den Hallen und lockte zahlreiche Besucher an. „Die estnischen Aussteller hatten unterschiedliche Erwartungen an die Messe. Einige waren auf der Suche nach neuen Händlern, andere haben bereits langjährige Geschäftsbeziehungen mit Deutschland. Unsere Bootsbauer sind insgesamt mit der Messe zufrieden. Das Interesse war groß, es wurden zahlreiche Verkaufsgespräche geführt und fast alle haben Aufträge bekommen“, sagte Riina Leminsky, Leiterin der estnischen Wirtschaftsförderung Enterprise Estonia in Deutschland.
 
Auch der DBSV als ideeller Träger der hanseboot zeigt sich mit dem Messeverlauf zufrieden. „In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld hat sich die hanseboot besser als erwartet geschlagen“, erklärte DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer. „Die DBSV-Mitglieder auf unserem Gemeinschaftsstand hatten viele Nachfragen nach umfangreichen Reparatur- und Umbauarbeiten. Es wurden aber auch Verträge über Einzelbauprojekte abgeschlossen. Dieses Marktsegment wurde auch durch die besonderen Yachten auf der Sonderschau des DBSV präsentiert, die auf großes Interesse und enorme Begeisterung bei den Besuchern stieß.“