Viele Aussenborder laufen mit dem neuen E 10

20.01.2011 von Hans-Dieter Möhlhenrich

Ab diesem Januar 2011 soll der Kraftstoff E 10 paralell zu anderen Kraftstoffen an deutschen Tankstellen vertrieben werden. Er enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol. Die Bundesregierung setzt damit die europäische Richtlinie über die Kraftstoffqualität um. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin fünf Prozent.

Damit soll der CO2-Ausstoßes gesenkt und Erdölreserven geschont werden. Bioethanol wird aus Pflanzen gewonnen wird. Bereits im letzten Jahr wurde die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht. Das neue angereicherte Benzin soll mit dem Zusatzkürzel E10 deutlich gekennzeichnet werden.  Dieses Treibstoff können Bootsfahrer mit Einschränkungen auch in ihren Aussenbordern benutzen.

YAMAHA gibt seine Außenborder ab dem Modelljahr 2003 für eine Beimischung von max. 10% Bioethanol (E10) frei. Die Verträglichkeit für Außenborder älterer Modelljahre wird nicht empfohlen, eine Umrüstung ist nicht möglich.

Laut Suzuki können Außenbordmotoren mit dem Produktionsdatum ab 01.01.1996 uneingeschränkt mit dem neuen Kraftstoff E10 betrieben werden. 

Honda gibt an, dass alle seine Außenbordmotoren mit E 10 betrieben werden können.

Kraftstoff mit mehr als 10% Ethanolbeimischung oder das nicht der Norm entspricht, wird von den Motorenherstellern  nicht empfohlen. Da der Kraftstoff hygrophil ist, empfiehlt Yamaha einen Kraftstofffilter mit Wasserabscheider zwischen dem Kraftstofftank im Boot und dem Außenborder einzubauen. Feuchtigkeit kann zu Korrosion und Verschmutzung im Kraftstoffsystem führen und macht dann zusätzliche Pflege und Wartungsarbeiten am Kraftstoffsystem erforderlich. E10 ist wie Biodiesel aggressiver gegenüber Kunststoffen und Lacken als das bisher übliche Benzin. Zudem ist bei E10 auf die Lagerzeit zu achten. Diese kann die Beschaffenheit des Benzins verändern und es schneller unbrauchbar machen. Die Hersteller empfehlen daher, nur E10-Kraftstoff zu verwenden, der nicht älter ist als 30 Tage und vorher in einem zugelassenen Kraftstoffbehälter aufbewahrt wurde, um die Benzinqualität zu sichern. Wenn eine längere Außerbetriebsetzung des Gerätes geplant ist, sollte der Kraftstofftank und der Vergaser entleert werden. 

Das bisherige Super wird noch bis mindest Ende 2013 angeboten. Das jetzige Super Plus (98 ROZ), welches ebenfalls keine weitere Bioethanolbeimischung erhalten soll, wird über 2013 hinaus im Handel bleiben.