Komitee "jetzt ratifizieren!" gegründet

Unteruhldingen, 24.03.2014 von IBN

Die UNESCO Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser ist seit 14 Jahren in Kraft und wurde weltweit bereits von 46 Staaten ratifiziert.

Bis heute ist die Bundesrepublik Deutschland jedoch nicht dabei. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist die Ratifizierung des Vertrags festgeschrieben worden. Die Konvention untersagt beispielweise jeglichen Handel mit Artefakten von Schiffswracks, die älter als 100 Jahre sind.

Um die Ratifizierung Deutschlands zu beschleunigen, wurde während der internationalen Tagung zur Unterwasserarchäologie am 22./23. März im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee ein Komitee gegründet, das die Einhaltung dieses Versprechens lautstark einfordert! Im Komitee sind Entscheidungsträger der archäologischen Museums- und Forschungslandschaft in Deutschland vertreten.

Absicht des Komitees ist es, durch den Zusammenschluss aller Akteure und Verantwortlichen in der Sorge um das kulturelle Erbe unter Wasser Kräfte zu bündeln und ein starkes Signal an die Politik zu senden, damit Deutschland endlich der UNESCO Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser beitritt.

Um die Realisierung dieses Vorhabens zu unterstützen und es voranzutreiben, werden Veranstaltungen genutzt wie eine Sonderausstellung in Schleswig oder die Jubiläumsveranstaltung der DEGUWA, die 2015 in Nürnberg unter dem Titel "In Poseidons Reich XX" stattfindet.

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