LSC zieht Meldung zurück

Hamburg, 03.04.2014

Das kommende Wochenende (4. bis 6. April) steht in Flensburg im Zeichen der Relegation für die Deutsche Segel-Bundesliga (DSBL) und dem Kampf von 61 Vereinen mit 250 Seglern aus ganz Deutschland um die heißbegehrten Startplätze in der Bundesliga.

Von den ursprünglich 63 Vereinen für die Relegation haben zwei Vereine, der „Neuling“ Segler-Verein Stössensee (Berlin) und der Erstligist Lindauer Segler-Club (Bayern), ihre Meldung vorzeitig zurückgezogen.

Zum ersten Mal in Deutschland findet mit der Relegation für die Deutsche Segel-Bundesliga eine Regatta dieser Größenordnung zwischen Vereinen statt. Welchen Stellenwert dieser Wettkampf innerhalb der 61 teilnehmenden Clubs hat, zeigt auch die Liste mit den Seglerinnen und Seglern, die vor Glücksburg beim Flensburger Segel-Club starten werden.

Mit Michael Marcour greift für den Herrschinger Segelclub (Bayern) ein echtes „Schwergewicht“ an, denn Marcour gewann 1984 bei den Olympischen Spielen Silber im Starboot. „Wir wissen um unsere Favoritenrolle, möchten uns selbst diesen Druck aber nehmen. Wir konnten vorher nicht trainieren, versuchen diesen vermeintlichen Nachteil aber durch unsere langjährige Erfahrung in verschiedenen Bootsklassen auszugleichen“, so der 55-Jährige.

Mit Matthias Bohn vom Akademischen SegelVerein Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein weiterer erfolgreicher Starbootsegler und ehemaliges Nationalmannschaftsmitglied dabei. Der Wassersport-Verein Hemelingen (Bremen) schickt mit Jens Tschentscher den Seesegel- Weltmeister von 2010 ins Rennen. Finnsegler Lennart Luttkus vom Segelklub Bayer-Uerdingen (Nordrhein-Westfalen) gewann letztes Jahr bei der Junioren-Europameisterschaft Bronze und war bis zum Jahreswechsel Mitglied in der Nationalmannschaft, dem Audi Sailing Team Germany. Mit Michael Seifarth vom Yacht-Club Langenargen (Baden-Württemberg) startet zudem ein Segler, der Deutschland im vergangenen Jahr beim „Youth America’s Cup“ vor San Francisco vertreten hat.

„Wir freuen uns, dass die Segel-Bundesliga von den Segelvereinen in Deutschland so positiv angenommen wurde und schon nach einem Jahr zur festen Institution im aktiven Vereinsleben geworden ist. Der Relegation sieht auch der Deutsche Segler-Verband mit Spannung entgegen, da noch nie so viele Segelvereine in Deutschland bei einer Regatta gegeneinander angetreten sind“, sagt DSV-Präsident Dr. Andi Lochbrunner.