Unfallschutz bei Wiffen wird getestet

Bär

Schaffhausen, 16.05.2014 von IBN

Seit Mitte März 2014 wird eine neuartige Wiffe im Rhein getestet. Mit einem speziellen, drehbaren Aufsatz sollen Boote oder auch Schwimmer bei einer Kollision nicht an der Wiffe hängenblieben, sondern von dieser abgewiesen werden. Damit soll die Unfallgefahr reduziert werden.

Wiffen sind für die Schifffahrt auf dem Rhein unabdingbare Navigationshilfen. Die seit jeher eingesetzten, starren Wiffen aus Eichenpfählen bergen jedoch ein beträchtliches Gefahrenpotential für den Freizeitverkehr auf dem Fluss. Verschiedentlich ist es schon zu Unfällen gekommen. Das Baudepartement beauftragte das kantonale Tiefbauamt mit der Suche und Evaluation einer neuen Fahrrinnenkennzeichnung, um Unfällen künftig besser vorbeugen zu können. Die Abteilung Gewässer liess daraufhin durch die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZAHW) konstruktive Konzepte für einen verbesserten Unfallschutz erstellen. In der ZAHW wurde diese Aufgabe im Schnittstellenbereich zwischen Bauingenieur- und Architektenwesen angesiedelt. Die Studierenden erarbeiteten, unter Anleitung eines Dozententeams, verschiedene Vorschläge für eine neue Signalisation der Fahrrinne zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen.

Die Arbeiten der ZAHW-Studierenden dienten als wertvolle Grundlage. Eine Variante wurde von lokalen Ingenieuren und Metallbauern weiterentwickelt und als Prototyp hergestellt. Seit Mitte März 2014, wird im Bereich «Schupfen» oberhalb Diessenhofen die neuartige Wiffe getestet. Ein drehbarer Schwimmkörper soll verhindern, dass Boote oder auch Schwimmer bei einer Kollision an der Wiffe hängenbleiben, sondern von dieser abgewiesen werden. Damit soll zukünftig die Gefahr von Unfällen verringert werden.

Dieser Versuch wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Thurgauer und Deutschen Behörden durchgeführt. In der Planung wurde auch die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) einbezogen. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund Fr. 35'000.--. Sie werden zu gleichen Teilen vom Kanton Schaffhausen, dem Kanton Thurgau und dem Landratsamt Konstanz getragen. Der Versuch dauert voraussichtlich 1 Jahr. Danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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