IBMV-Seedienst: Brand eines Schlauchbootes im Konstanzer Hafen

Ausgebranntes Schlauchboot

Konstanz, 03.06.2014 von IBN

Die Vorbereitungen zur Internationalen Bodenseewoche (IBW) im Konstanzer Hafen waren nahezu abgeschlossen, als gegen 21.15 Uhr am Mittwoch, 21. Mai 2014, im Hafenbecken ein Schiedsrichterboot in Flammen aufging. Das zügige und mutige Eingreifen von Anwohnern und dem Seedienst des Motor-Yacht-Club Überlingersee (MYCÜ) verhinderte ein Ausbreiten des Feuers auf anliegende Motorboote.
Das vom Match Center Germany als Schiedsrichterboot für die Match-Race-Regatten der Blu 26 zur Verfügung gestellte 40 PS-Schlauchboot entzündete sich direkt nach dem Anlegen am Steg der Hafenhalle und ging sofort in Flammen auf.
Der Bootsführer blieb bei der Verpuffung unverletzt und konnte sich mit einem beherzten Sprung auf den Steg in Sicherheit bringen. Um Bootspapiere und persönliche Wertsachen (unter anderem ein Notebook, ob mit oder ohne firewall ließ sich nicht klären) zu bergen, blieb ihm keine Zeit.
Stefan Schroer, Dockmaster der Bodenseewoche und für den Motor-Yacht-Club Überlingersee im IBMV-Seedienst Einsatz war unmittelbar am Unfallort. Anwohner (Robert Hallmann, Geschäftsführer IBW und Dieter Engert, Bootsbekleidung und -zubehör) versuchten bereits, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen. Gemeinsam konnte verhindert werden, dass die Flammen auf die gegenüber liegenden Motorboot-Klassiker überschlugen.
Die Feuerwehr Konstanz war innerhalb kürzester Zeit mit drei Löschfahrzeugen vor Ort und löschte das Feuer. In der Folge verursachten auslaufendes Öl und Kraftstoff, verbrannter Kunststoff und Löschmittel eine Verunreinigung des Hafenbeckens. Der Seedienst des MYCÜ unterstütze Feuerwehr und THW beim Legen der Ölsperren. Mit einem Feuerwehrmann an Bord kümmerte sich Stefan Schroer um die Schwimmsperre, und half dabei, ein Ausbreiten der Verunreinigung zu verhindern. Ein Taucher, der für die IBW noch letzte Arbeiten an den Moorings ausführte, brachte das Seil des Feuerwehr-Ladekrans am ausgebrannten Wrack an, so dass das Schlauchboot geborgen und auf einen Trailer verladen werden konnte. Im Anschluss wurde die Ölsperre zusammengezogen und die Verschmutzungen am folgenden Tag durch ein Spezialunternehmen vollständig abgesaugt.
Am Schlauchboot entstand Totalschaden.

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