Franzosen haben einen großen Vorsprung

10.02.2011 von IBN

42 Tage nach dem Start des Barcelona World Race rund um die Welt hat sich das Teilnehmerfeld schon fast 7.000 Kilometer auseinander gezogen.

An der Spitze segeln die Franzosen Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron auf der „Virbac-Paprec 3“. Sie sind südlich von Australien und rund 500 Seemeilen vor zwei spanischen Verfolgern. Der deutsche Boris Herrmann verlor mit Ryan Breymaier (USA) und der „Neutrogena“ zuletzt auf die Schweizer „Mirabaud“ von Dominique Wavre/Michèle Paret auf Rang sechs etwas an Boden und lag Donnerstagvormittag 110 Seemeilen zurück. Die Nonstop-Regatta für Zweimanncrews von Barcelona nach Barcelona dauert drei bis vier Monate.
Von ihrem Knockdown in der Vorwoche, als Wasser ins Boot eingedrungen war und ein über Bord gegangenes Segel gesucht werden musste, erholen sich Herrmann und Breymaier erst nach und nach. „Die Aktion hat enorm Kraft gekostet, zumal es danach einiges aufzuräumen und zu reparieren gab“, berichtete der geborene Oldenburger aus dem Südpolarmeer. 
Als die „Neutrogena“ am Mittwoch (9. Februar) am Rand eines Hochdruckkeils in schwächerem Wind hängen blieb, zog der direkte Gegner davon. „Es sind oft nur wenige Seemeilen Distanz der Positionen, die einen großen Unterschied in den Windverhältnissen und damit im Fortkommen machen“, so Herrmann, „und für uns war es einmal mehr zum Haare ausraufen.“ Mit der Annäherung eines Tiefdruckgebiets nahm das Team Donnerstag wieder mehr Fahrt auf und hofft, bis zum Wochenende die imaginäre Linie vom Kap Leeuwin (Australien) zu passieren. „Und wir kämpfen weiter um jeden Meter“, versicherte das Duo.
Am spannendsten ist der Zweikampf auf den Plätzen direkt hinter der „Neutrogena“. Die einzige reine Frauencrew der „GAES“, Dee Caffari und Anna Corbella aus Großbritannien und Spanien, hatte weitere 500 Seemeilen zurück nur noch 7,7 Seemeilen Vorsprung auf die „Hugo Boss“ mit Wouter Verbraak / Andrew Meiklejohn (Die Niederlande/Neuseeland). Vorne verlor die französische „Groupe Bel“ von Kito De Pavant und Sébastien Audigane den Anschluss an die Podiumsplätze. Nachdem beide Spinnaker zerrissen sind, wird bereits über einen 48-stündigen Reparaturstopp in Neuseeland spekuliert.