Lindauer gewinnen erneut eine „Battle“

Battle

Friedrichshafen, 29.06.2015 von IBN

Wie schon beim zweiten Lauf zur Bodenseemeisterschaft der J70-Klasse hat auch beim „Vol. 3“ Veit Hemmeter mit seinem Team vom Lindauer SC gewonnen.

Rang zwei erreichten die Vorjahresmeister vom gastgebenden Württembergischen Yacht-Club mit Steuermann Max Rieger. 18 Teams aus ganz Süddeutschland waren zur „Lake Constance Battle – Vol.3“ des WYC nach Friedrichshafen gekommen und segelten an beiden Tagen bei leichten bis mittleren Winden und unterschiedlichsten Wetterverhältnissen acht Wettfahrten.

Sehr schwierige Windbedingungen herrschten am Samstag. Mittags zogen die ersten Schauer über den See, ohne jedoch Wind mitzubringen. Erst nach 14 Uhr kam – nach dem dritten Schauer – ein leichter Nordwind auf, der im späteren Verlauf auf Südost drehte und sogar auffrischte. Maximal drei Beaufort wehten, die Sonne leuchtete mal grell aus dem blauen Himmel, dann wurde sie wieder von mächtigen Wolkengebirgen verdeckten. Vier gültige Läufe konnten Wettfahrtleiter Conrad Rebholz und seine gut beschäftigten Bojenleger am Samstag durchziehen, bis der Wind mitten im fünften Lauf wieder auf Nord zurückdrehte. Rebholz brach das Rennen ab – und schickte nach einigem Warten im immer schwächer werdenden Wind die Segler zurück in den Hafen. Im Zwischenstand führte das Boot des Bayerischen Yacht-Clubs aus Starnberg vor dem des Bodensee YC Überlingen.

Nach kurzem Warten am Sonntagmorgen hatte sich ein Südwest mit rund zwei Windstärken stabilisiert, mit dem vier weitere Rennen ohne Pause gesegelt wurden. „Der Sonntag war ein Geschenk: guter und konstanter Wind, gar nicht der Vorhersage entsprechend“, so Wettfahrtleiter Rebholz. „Die Segler waren sehr diszipliniert, sind äußerst fair gesegelt“, lobte er die Teilnehmer. Dafür hatten sicher auch die Schiedsrichter Dieter Haertl und Sigfried Dobler gesorgt, die auf dem Wasser das Geschehen beobachteten.

Mit drei Siegen am Stück und einem abschließenden vierten Platz schob sich Veit Hemmeter (mit Fabian Gielen, Martin Hostenkamp und Tobias Köb, am Sonntag ersetzt durch Johannes Hostenkamp) an die Spitze des Klassements. Mit 14 Punkten (bei einem Streicher) hatte er drei Zähler Vorsprung. Eine starke Aufholjagd zeigte auch das WYC-Team auf dem Clubschiff „Led Zeppelin“: Max Rieger, Felix Diesch, Anian Schreiber und Marvin Frisch segelten mit drei zweiten und einem ersten Platz auf Rang zwei (17 Punkte). „Wir waren schnell und haben die Dreher gut erwischt“, so Rieger, der kommendes Wochenende auch in der Segel-Bundesliga für den WYC steuern wird. „Die Lindauer haben neue Segel, sind heute sehr gut gestartet und schlau gesegelt“, sagte er mit anerkennendem Blick auf die Sieger.

Auf Rang drei schließlich landete das Team von Hubert Merkelbach (Bodensee Yacht-Club Überlingen), der gerade erst Zweiter bei der „German Open“ der J70 in Kiel geworden war. Mit Jörg Munck, Johannes Koch und Max Kurfürst segelte er wie am Samstag schon Plätze zwischen zwei und vier und sammelte insgesamt 20 Punkte.

Erst mit einem bemerkenswerten Abstand von 17 Punkten folgte auf Rang vier das Team des Segel- und Motorboot-Club Überlingen. Hier segelten Michael und Christian Zittlau, Jan-Frederic Fritze und Frederik Schaal. Das Team des Bayerischen YC (Philipp Hibler, Andreas Achterberg, Andreas Plettner und Poldi Lindner) konnte an die Erfolge des Samstags nicht anknüpfen und segelte mit drei zweistelligen Plätzen am Ende nur noch auf Rang fünf, gefolgt von den Schweizern um Julian Flessati und dem YC Langenargen mit Steuermann Manuel Gehlen.

Für die Bodenseemeisterschaft der J70 – seit zwei Jahren die neue Einheitsklasse am See – zählt das Boot. Nach nunmehr drei von fünf geplanten Events führt klar die „Königin Teresa“ (GER 430) des Lindauer Segler-Clubs, die in diesem Falle dreimal von Veit Hemmeter gesteuert wurde.