Mehrere Seenotfälle vor Langenargen

Langenargen, 05.08.2015 von IBN

Nachdem gestern gegen 13.00 Uhr der Wind im Ostteil des Bodensees auf 7 Beaufort (um 60 km/h) auffrischte, ereigneten sich im Seeraum vor Langenargen mehrere Seenotfälle. Ein Mietboot, ein Segler sowie ein Motorboot gerieten in Seenot. Dabei zogen sich die Besatzungsmitglieder auch leichtere Verletzungen zu.

Die dreiköpfige Besatzung eines Mietmotorbootes war durch den plötzlichen eintreffenden Wind und den zunehmenden Seegang derart verunsichert, dass sie versuchten in Ufernähe, westlich des Schloss Montfort, zurück in den Hafen zu gelangen. Hierbei gerieten sie in ausgedehnte Felder von Wasserpflanzen und fuhren sich darin fest.

Als sie anschließend das Boot verließen und versuchten, mittels einer Luftmatratze an Land zu kommen, verließen sie die Kräfte. Vom Ufer aus wurde die Situation von aufmerksamen Passanten wahrgenommen, welche die Wasserschutzpolizei verständigten. Eine Frau musste an Bord genommen und mit dem Polizeiboot in den Gemeindehafen Langenargen transportiert werden. Die beiden weiteren Personen konnten selbständig das Ufer erreichen.

Wegen des zunehmenden Windes barg der Skipper einer Schweizer Segelyacht seine Segel, um anschließend mit dem Außenbordmotor in einen naheliegenden Hafen zu gelangen. Hierbei geriet er ebenfalls in Bestände von Wasserpflanzen. Der Außenbordmotor starb ab und ließ sich nicht mehr starten. Das Segelboot trieb anschließend gegen die Ufermauer des Schloss Montfort. Im Wasser stehend versuchte die Besatzung (Mann und Frau, sowie ein an Bord befindliches Kind) das Boot von der Mauer abzuhalten. Dabei zogen sich der Mann und die Frau Schnittwunden an den Füßen zu. Das Segelboot konnte vom Einsatzbootes der Wasserschutzpolizei frei und in den nahegelegen Gemeindehafen Langenargen geschleppt werden. Beim Versuch in Richtung des frei geschleppten Segelbootes zu schwimmen verausgabte sich der Schiffsführer aufgrund des dichten Wasserpflanzenbestandes derart, dass er von einem Paddler an Land gebracht werden musste.

Beim Auslaufen aus dem Gemeindehafen Langenargen, löste sich an einem Konstanzer Motorboot die Sicherung der Ankerkette. Der Buganker rauschte aus und brachte den Schiffsführer aufgrund des starken Windes und des Seeganges in eine missliche Lage. Sofort versuchte er den Anker mit den Händen wieder nach oben zu ziehen. Hierbei stürzte er bedingt durch starken Seegang in die Frontscheibe des Motorbootes und zog sich dabei erhebliche Schnittwunden zu, welche ärztliche versorgt werden mussten.

Letztlich gelang es dem Schiffsführer und seiner Besatzung selbständig in den Gemeindehafen Langenargen zurückzukehren. Die Wasserschutzpolizei weist darauf hin, dass derzeit einige Uferregionen des Bodensees dichte Bestände von Wasserpflanzen aufweisen, die gemieden werden sollten.

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