Wassertourismus fördern

24.03.2011 von IBN

Bereits in der letzten Legislaturperiode hat sich der Bundestag dafür ausgesprochen, die Sportbootschifffahrt zu entbürokratisieren, doch passiert ist seitdem nicht viel.

Deutschland hat nach wie vor die strengsten Führerscheinpflichten für die Sportbootschifffahrt in Europa. Deshalb hat die FDP-Bundestagsfraktion am Dienstagabend ein umfassendes Positionspapier verabschiedet, in dem insbesondere der Zugang auf das Wasser für Touristen und Wassersportfreunde erleichtert werden soll. Die Führerscheinpflicht, die bisher für Boote mit einem Motor ab 5 PS gilt, soll wie in den Niederlanden künftig erst einsetzen bei Booten über 15 Meter Länge oder bei Booten mit einer Geschwindigkeit über 20 km/h.

Die Erfahrungen mit der im Jahr 2000 eingeführten Führerscheinfreiheit auf einigen ausgewählten Binnenrevieren hätten gezeigt, dass viele Touristen diesen erleichterten Zugang auf das Wasser begeistert angenommen haben, ohne dass dieser Boom auf das Wasser in diesen Revieren zu Sicherheitsproblemen geführt hat. Diesen Weg soll deshalb konsequent fortzusetzen, verspricht die FDP.

Weiterhin muss das Ärgernis vieler Sportbootskipper über die bürokratischen und teuren deutschen Funkzeugnisse, die Pflicht sind, wenn man eine Yacht chartern möchte, endlich beseitigt werden. Es ist nicht einsichtig, wieso in Deutschland über 300 Fragen für die Prüfung zur Erlangung eines Funkzeugnisses zu beantworten sind, während bei den meisten europäischen Nachbarn nur ein paar Dutzend Fragen zu beantworten sind. Angesichts der Mobilfunknetzabdeckung der fast gesamten Ostsee, sollte man wie in Italien Funkzeugnisse überhaupt erst verpflichtend verlangen, wenn der Skipper außerhalb der Küstengewässer segeln will.

Sobald das Bundesverkehrsministerium zu diesen Fragen Stellung genommen hat, will die FDP-Bundestagsfraktion die Entbürokratisierung der Sportbootschifffahrt vorantreiben.