Arbeitsschiff gesunken

Lindau, 05.09.2016 von IBN

Am Samstagfrüh sank im Hafen Zech ein ca. 15 m langes Arbeitsboot im Hafen Zech. Bootfahrer, die auf ihren Schiffen übernachteten, hörten plötzlich zweimal einen Knall.

Als sie nachschauten bemerkten sie, dass das ordnungsgemäß am Liegeplatz festgemache Arbeitsboot gesunken war und nur das Steuerhaus aus dem Wasser ragte. Daraufhin wurde die ILS Allgäu verständigt. Die Feuerwehr Lindau und das THW Lindau  legten zunächst eine Ölsperre um das Schiff. Zur Bergung wurden zwei Autokräne angefordert.

Mit Hilfe der Autokräne wurde das Schiff zunächst angehoben und ausgepumpt. Danach wurde es im Hafen ausgewassert. Als Unfallursache wurde ein Leck im Bereich des Antriebs festgestellt. Ein Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden. Der Sachschaden dürfte  mind. 150.000 Euro betragen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Lindau mit ca. 30 Mann und einer Frau sowie einem Feuerwehrboot, das THW Lindau mit ca. 20 Mann davon drei Arbeitstaucher, die PI Lindau mit fünf Beamten und einem Polizeiboot sowie ein Polizeihubschrauber. Aus dem gesunkenen Schiff drang ein geringe Menge an Betriebsstoffen aus, die durch die Einsatzkräfte zum großen Teil gebunden werden konnte. Es kam zu einer geringfügigen Gewässerverunreinigung. Entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet.