Seglerfamilie vom Bodensee macht es vor

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Friedrichshafen, 06.09.2016 von IBN

Segeln ist voll im Trend. Ein Blick über das Schwäbische Meer an einem Sommertag im August scheint genau das zu bestätigen: Nah wie fern, überall sind Masten mit weißen Segeln zu sehen.

Mit dabei ist in der Regel auch Familie Venger aus Friedrichshafen, die bereits in der dritten Generation den Wind in den Händen hält. Alle Familienmitglieder sind in jungen Jahren in den Segelsport eingestiegen. Wenn vom 17. bis 25. September die Interboot in Friedrichshafen läuft, können Jung und Alt nicht nur die neuesten Boote bewundern, sondern auf dem Messe-See oder im Interboot Hafen auch selber die Segel hissen. 

Den Wind in den Haaren und nur das leise Plätschern des Wassers in den Ohren: Familie Venger hat ein Faible fürs Segeln. Während andere in ihrer Freizeit wandern, biken oder Tennis spielen, lieben sie es, per Boot über das Wasser zu fliegen. Sie – das sind vor allem Opa Kurt, Vater Olaf und Sohn Justin. Seit knapp 60 Jahren steuert der 76-jährige Kurt Venger Boote über den Bodensee. Mal als Freizeitkapitän, mal als Steuermann bei Regatten – ganz nach Lust und Laune. Als 17-Jähriger kam er per Zufall zum Wassersport und ist dann viele Jahre als Best-Mann auf einem Schiff mitgesegelt. Das eigene Boot kam erst später, als der Ingenieur längst verheiratet war. „Das Zusammenspiel von Mensch, Schiff, Wind und Natur hat mir von Anfang an imponiert“, erzählt er. Hinzu kam die lockere Atmosphäre im Württembergischen Yacht-Club (WYC), dem der gebürtige Friedrichshafener bis heute treu geblieben ist. 

Lust auf den Segelsport hat im zarten Alter von zehn Jahren Sohn Olaf bekommen. Er stieg schon bald ins Wettkampfsegeln ein. „Mit der Clique sind wir viel zu Regatten gefahren – von Mallorca über den Gardasee bis in die Kieler Bucht“, erinnert sich der 49-Jährige. Bis in den Landeskader der olympischen 470er-Bootsklasse hat er es geschafft. Doch nach dem Abitur war dann die Luft- und Raumfahrttechnik wichtiger als der Leistungssport. Heute steht bei ihm der Spaß am Segeln im Vordergrund.

Auch der 15-Jährige Justin Venger, Olafs Sohn, liebt die sportliche Herausforderung und nimmt inzwischen mit der 420er Zwei-Mann-Jolle regelmäßig an Regatten teil. Angefangen hat er bereits mit neun Jahren. Übrigens wird in den Jugendabteilungen der Clubs nicht nur den Sommer über gesegelt, sondern auch im Winter gemeinsam Kraft, Ausdauer und Koordination trainiert. Wie jeder Mannschaftssport schweißt das zusammen – und das gefällt Justin. 

Kurt, Olaf und Justin sind auch regelmäßig zusammen mit dem Boot unterwegs. So nehmen sie jeden Mittwochabend als einziges Familienteam an der Regatta ihres Clubs teil. Der Termin steht bei allen dreien fix im Kalender.

Wer selbst ins Segeln einsteigen möchte, erhält auf der Interboot bei der Baden-Württembergischen Segler Jugend, wo auch der WYC seinen Auftritt hat, im Foyer West, Informationen rund um den Einstieg und kann im Interboot-Hafen am zweiten Wochenende bei der Kampagne „Start Boating“ (mit Anmeldung) selbst die Segel setzen. Schnuppersegeln für den Nachwuchs gibt es auf dem Messe-See, wo die Kleinen im Mini12er erste Segelerfahrung sammeln können. Die Interboot- Action-Days bieten Einstiegsmöglichkeiten in den Wassersport für Kinder und Jugendliche. 

Die Interboot ist von Samstag, 17. bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Bus Shuttles verkehren zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren bezahlen 5 Euro. 

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