Segelboot vor Langenargen in Seenot

Langenargen, 21.10.2016 von IBN

Mit dem Schrecken davon kam eine Bootsbesatzung, die am gestrigen Donnerstagabend gegen 19.10 Uhr mit ihrem 8,60 Meter langen Segelboot vor Langenargen in Seenot geriet.

Ein 55-jähriger Bootsführer und sein 52 Jahre alter Mitsegler waren mit dem Segelboot, einer Mirage 28, nach einem Segeltörn auf dem Rückweg in den Hafen Bodensee-Moräne-Kies (BMK). Zu diesem Zeitpunkt herrschte in diesem Bereich Westwind mit Geschwindigkeiten um 5 Beaufort (in Böen bis zu etwa 40 km/h), die Wassertemperatur betrug ca. 12 °C. Da sich während der Einfahrt in den Hafen ein technischer Defekt am Schiffsmotor einstellte, entschied sich der Bootsführer, bei Dunkelheit mit gesetzten Segeln in den Hafen einzufahren. Durch den starken Westwind und den ca. ein Meter hohen Wellen wurde das Boot an der Hafeneinfahrt vorbei in die flache Uferzone gedrückt. Das Boot lief auf Grund und neigte sich um ca. 45°. Der Bootsführer verständigte über Notruf 112 die Rettungsleitstelle Bodenseekreis, welche die Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen alarmierte. Die Wasserschutzpolizisten brachten ihr Schlauchboot von einem "schweren Polizeiboot" zu Wasser und übergaben dem Havaristen im Flachwasser eine Schleppleine. Mittels dieser Schleppleine gelang es, das Segelboot wieder in tieferes Wasser und in der Folge in den Hafen BMK einzuschleppen. Außer Kratzspuren am Rumpf entstand kein nennenswerter Schaden. Auch der Bootsführer und sein Mitsegler überstanden den Vorfall unverletzt.

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