Katamaran-Kapitän schuldig gesprochen

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Konstanz, 01.02.2017 von IBN

Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat beim Amtsgericht Konstanz als zuständigem Schifffahrtsgericht einen Strafbefehl gegen einen der beiden Schiffsführer an Bord des Katamaran Constanze gestellt, der am 12. August letzten Jahres gegen 17.15 Uhr bei einer Kollision eine mit einem Ehepaar besetzte Segelyacht versenkt hat. Eine festgesetzte Strafe beläuft sich auf 3600 Euro.

Als verantwortlichem Schiffsführer wird ihm fahrlässige Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung vorgeworfen. Der zweite an Bord befindliche Schiffsführer war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht mit der Schiffsführung betraut und wurde von einem Techniker während der Überfahrt in ein elektronisches Bordbuch eingewiesen.

Die Staatsanwaltschaft war zu dem Schluss gekommen, dass der Schiffsführer die Konstanzer Segelyacht vom Typ Faurby 330 hätte bei den guten Sichtverhältnissen sowohl hätte sehen müssen – und das bereits weit vor dem Kollisionort –  als auch bis zuletzt mit einem Manöver des letzten Augenblicks der in diesem Seebereich vorfahrtsberechtigten Faurby hätte ausweichen können. 

Der beschuldigte Schiffsführer hat zwei Wochen Zeit, den Strafbefehl zu akzeptieren, womit er rechtskräftig würde oder er legt Einspruch ein. In diesem Fall käme es zu einer Hauptverhandlung beim Amtsgericht Konstanz mit Zeugeneinvernehmungen und Beweisaufnahme.

Preiswert!

Für € 3.300,- kann man also mit einer Faurby 330 "Schiffe versenken spielen". Da wird so mancher Autofahrer für "weniger Schaden" weit härter bestraft,
Hermann Stahl am 02.02.2017 02:36:21
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