Keine Änderung der Erlaubnis für den Katamaran

Konstanz, 10.02.2017 von IBN

Die wasserrechtliche Erlaubnis für den Katamaran-Fährbetrieb zwischen Konstanz und Friedrichshafen bleibt nach dem Unfall mit einem Segelboot im August 2016 unverändert. Dies hat das Landratsamt Konstanz als zuständige Behörde entschieden.

In ihren Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz zuvor menschliches Versagen des Schiffsführers als Ursache für den Unfall am 12. August 2016 festgestellt. Zum Zeitpunkt des Unfallereignisses hatte die Katamaran-Reederei Bodensee alle geltenden Auflagen und Bedingungen der wasserrechtlichen Erlaubnis eingehalten. 

Selbst unter Berücksichtigung der Auflagen und Bedingungen der ursprünglichen Fassung der wasserrechtlichen Erlaubnis hätte der Unfall nicht verhindert werden können. Die ursprüngliche Forderung, wonach der Führerstand der Fährschiffe jeweils mit zwei Schiffsführern besetzt sein muss, galt ausschließlich bei Dunkelheit im Schnellfahrbereich und bei unsichtigem Wetter. Da zum Unfallzeitpunkt am frühen Abend jedoch gute Sichtverhältnisse herrschten, hätte somit keine Pflicht zur Doppelbesetzung mit zwei Schiffsführern bestanden. 

Die Katamaran-Fähren seien nach dem Stand der Technik ausgestattet und würden im Vergleich zu anderen Fahrgast- bzw. Linienschiffen bereits mit einem überdurchschnittlich hohen Sicherheitsstandard betrieben. Dies würde von der Schifffahrtsbehörde und der Wasserschutzpolizei jüngst nochmals bestätigt. 


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