Zahl der Verletzten und der tödlichen Unfälle auf dem Bodensee gesunken

Unfall

Friedrichshafen, 17.02.2017 von IBN

Die Zahl der Unfälle insgesamt auf dem Bodensse ist zurückgegangen, wobei die Zahl der Schiffsunfälle auf Vorjahresniveau liegt. 304 Personen mussten nach Angaben der Wasserschutzpolizeien aus Seenot gerettet werden.

Dies ergab die Auswertung der Unfallstatistik des Jahres 2016 durch die Leiter der See- und Wasserschutzpolizeien aus Lindau, Vorarlberg, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Baden-Württemberg (Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen), die am 26. Januar in Kreuzlingen tagten. 

Auf der 536 km² großen Seefläche und dem 21 Kilometer langen Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich 179 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Unfälle um 15 (- 8 %) gesunken. 

Die Anzahl der polizeilich bekannten Schiffsunfälle sind mit 150 Ereignissen auf Vorjahresniveau. 

Die Unfallzahlen 2016 verteilen sich auf die Bodensee-Anliegerstaaten wie folgt: Baden-Württemberg 82 Unfälle (- 33), Bayern 33 Unfälle (+ 5), Vorarlberg 33 Unfälle (+ 4), Thurgau 20 Unfälle (+ 4), Bereich St. Gallen 6 Unfälle (+ 2), Schaffhausen 5 Unfälle (+ 3) 

Der Frühsommer 2016 war gezeichnet von starken Niederschlägen, die letztendlich zu Hochwasser, Überschwemmungen und Treibholzeinträgen in den See führten. Durch das Treibholz war die gesamte Sportschifffahrt beeinträchtigt. Erst in den Folgemonaten stellte sich die sommerliche Witterung ein. Der September war der viertwärmste Monat seit den Aufzeichnungen aus dem Jahre 1864. Bereits Anfang Oktober kam es zu einem Kälteeinbruch mit ersten Schneefällen im Bergland, welcher durch eine ausgedehnte Warmwetterphase (Föhn) im November abgelöst wurde. Im Durchschnitt fielen 14 % mehr Niederschlag als in den Vorjahren. Die Erwärmung nahm um 0,7 °C zu. 

2016 war ein eher windschwaches Jahr. Nur einzelne Gewitterereignisse brachten Windgeschwindigkeiten von 50 bis 60 Knoten. 

Die Gesamttrefferrate bei den Starkwind- und Sturmwarnungen konnte wiederum auf hohem Niveau gehalten werden, bei gleichzeitig niedriger Falschalarmrate. 

Der Rückgang der Unfallzahlen insgesamt sei darauf zurückzuführen, dass die Sportschifffahrt witterungsbedingt erst Anfang Juli Fahrt aufnehmen konnte. Aufgrund der mäßigen Wassertemperaturen ging die Anzahl der Badeunfälle deutlich zurück. 

Pegel Konstanz – Verlauf 2016 

Der durchschnittliche Seespiegel lag mit 3,57 Meter 17 Zentimeter über dem normalen Mittelwert der Jahre 2007 bis 2016. Der tiefste Stand wurde Anfang Januar mit 2,82 Meter und der höchste Wert mit 5,13 Meter Mitte Juni registriert. 

Die Hochwassermarke von 4,80 Meter wurde im Zeitraum vom 18.06. bis 05.07.2016 erreicht. Durch die hochwasserführenden Zuflüsse wurde die Schifffahrt durch Treibholzeintrag in den See teilweise beeinträchtigt. Unfallentwicklung 

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