Betonkugel geborgen

06.03.2017 von IBN

Die im Novmeber letzten Jahres zu Testzwecken im See versenkte Betonkugel ist wieder geborgen. Ein erster Bergungsversuch im Dezember war gescheitert.
Der Versuch am Bodensee die Riesenkugel als Pumpspeicherkraftwerk zu nutzen sei geglückt, berichten die Forscher.
Mit der Kugel haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass sich Strom aus Offshore-Windkraft-Anlagen künftig vor Ort speichern lässt. 
Ein erster Bergungsversuch Anfang Dezember war gescheitert, weil die Kugel zu fest im Seegrund in 100 Metern Tiefe versunken war. Mithilfe starker Stahlseile wurde der 20 Tonnen schwere Energiespeicher geborgen. Jetzt erfolgt der Rücktransport auf einem Schwerlasttransporter nach Kassel ins Fraunhofer Institut.

Nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase wurde ein kleiner Kugelpumpspeicher als weltweit erster Modellversuch im Bodensee versenkt. Damit sollte die Erfindung zweier Physiker der Universitäten Frankfurt und Saarbrücken erstmals in einem Modellversuch getestet werden. Vier Wochen lang wurde getestet, ob die Idee des Projekts StEnSEA, überschüssige elektrische Energie auf dem Meeresgrund zu speichern, realisierbar ist.

Die Testkugel, im Maßstab 1:10 von den Betonspezialisten Hochtief Engineering gefertigt, hat einen Durchmesser von drei Metern. „Beton ist sehr druckstabil“, sagt Dipl. Physiker Jochen Bard, IWES-Bereichsleiter, der seit vielen Jahren im Bereich der Meeresenergie forscht. In Kugelform und mit einer Wandstärke von 30 Zentimetern, halte der Pumpspeicher in leerem Zustand auch ohne Armierung dem Druck unter Wasser problemlos stand. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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