Böötler «entgrümpeln» Arbons Ufer

putzede

Arbon, 20.03.2017 von IBN

Meist sieht man die Bootskapitäne in ihren Booten, wie sie ihrem Hobby frönen. Am vergangenen Samstag, 18. März aber waren sie bei garstigstem Wetter am Arboner Ufer und sammelten dort Abfall ein.

Hätte doch nur das Wetter noch ein wenig gehalten! Aber nein, es musste ja so kommen: Just auf den 18. März fiel das Thermometer um gute zehn Grad, und zudem öffnete der Himmel noch seine Pforten. Kälte und Nässe zum Trotz trafen sich beim Arboner Hafen dennoch an die fünfzig Böötlerinnen und Böötler, die – auf drei Gruppen verteilt – die «Uferputzete» in Angriff nahmen.

Zusammenarbeit für sauberes Ufer

Der Auftrag war klar: Am Ufer den Abfall sammeln und Schwemmholz auftürmen, sodass es von den Mitarbeitern des Arboner Werkhofs entsorgt werden kann.

Die rund 50 Mitglieder des ältesten Motorbootclubs am Bodensee, dem Schweizerischen Motorbootslub SBM sowie des Yacht-Clubs Arbon YCA teilten sich in drei Gruppen auf: Eine Gruppe übernahm das Ufer von der Grenze Steinach her bis zum Hafen, die Gruppe zwei den Hafen selber, und Gruppe drei nahm sich dem Ufer vom Hafen Arbon bis zur Badi an.

Die Stadt Arbon unterstützte die Böötler mit einem finanziellen Zustupf in die Clubkasse, stellte die benötigten Werkzeuge zur Verfügung und war für die Entsorgung der zusammengetragenen Abfälle und des Schwemmholzes besorgt.

Was kam zusammen?

Das kalte und nasse Wetter vermochte den Freizeitkapitänen den Spass nicht zu verderben: Voller Tatendrang und bester Laune stürzten sie sich in wasserdichtes Gewand gehüllt ins Getümmel, strömten aus und nahmen Meter für Meter unter die Lupe. Knppe drei Stunden später hatten sie eine beachtliche Menge an Abfall gesammelt: Alles zusammen 2240 Liter (64 Säcke à 35 Liter).

Auffällig war, dass das Ufer wider Erwarten, jedoch zur grossen Freude der Böötler in einem recht guten Zustand ist, was den Abfall angeht. Erfreulich auch, wie wenig zerschlagenes Glas aufgehoben werden musste. Bedenklich hingegen die immensen Mengen an achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln. Muss das sein?

Die Gruppe drei (Hafen bis Badi) hat zusätzlich noch beachtliche Massen an Schwemmholz gesammelt und diese in grossen Haufen am Wegrand deponiert. Alleine ein einziger Baumstamm dürfte an die hundert Kilo gewogen haben...

Gemeinsames Essen als Dank fürs Geleistete

Nach der erfolgreichen Uferputzete – es regnete übrigens zur Freude aller («hätte man nicht alles um zwei Stunden verschieben können, dann wären wir trocken geblieben») mittlerweile nicht mehr – trafen sich die Helferinnen und Helfer in den Räumlichkeiten des befreundeten Seeclubs Arbon gegenüber der Wunderbar. Dort hatten die Kulinarik-Profis der Seelust Frasnacht bereits ihr gluschtiges Znachtbuffet aufgetischt. Und in der Folge offerierten sie ein feines Dessert – ihr Beitrag an die durch und durch gelungene SBM-Uferputzete 2017. Wird dieser Anlass weitergeführt? «Das ist sicher eine Überlegung wert», sagte SBM-Präsident Reto Arpagaus augenzwinkernd.

Dominique Lambert

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