Katamaran knapp vor Gewinnzone

Konstanz, 04.05.2017 von IBN

Der Katamaran blickt auf ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr zurück. Mit einem Verlust von gerade einmal 30.000 Euro ist es die beste Bilanz seit Bestehen der Verbindung. Auch die Öko-Bilanz hat sich weiter verbessert.

99,9 Prozent Kostendeckungsgrad sind „sensationell", verkünden die Reederei-Geschäftsführer Norbert Schültke und Christoph Witte: „Wir haben gezeigt, wie wichtig die Katamaran-Linie ist - und dass sie auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein Gewinn für die Region ist." Der Erfolg im letzten Jahr habe drei wesentliche Ursachen, so die Geschäftsführer: Zum einen habe man das flexible Tarifsystem mit vielen saisonalen Aktionen und Kooperationen immer wieder angepasst. „Die Kooperationen mit unseren touristischen Partnern laufen gut", so Schültke. „Unser Netzwerk wird immer besser, unsere Erfahrungen größer, und die Fahrgäste profitieren davon durch gute Angebote." Auch das im Oktober 2016 eingeführte Handyticket macht den Ticketkauf für Fahrgäste einfacher. „Bisher sind es noch nicht sehr viele Buchungen, aber die Zahl nimmt stetig zu", so Schültke.

 Zum zweiten stiegen auch die Pendlerzahlen über die Jahre beständig an und haben im vergangenen Jahr mit rund 1.200 Dauerkarten einen neuen Höchststand erreicht. „Das ist eine wesentliche Zielgruppe für uns", stellt Schültke fest. „Und ein wichtiger Gradmesser: Sind die Pendler zufrieden, haben wir es richtig gemacht." Die steigende Zahl der Stammkunden zeige aber auch, dass es einen Bedarf gebe, der über gelegentliche Ausflüge hinaus geht. „Der Katamaran ist ein Teil dieser Region und schafft eine wichtige Beziehung zwischen den beiden Städten, betont Schültke. „Dass er nun auch wirtschaftlich erfolgreich ist, muss auch den letzten Zweifler überzeugen."

Nicht zuletzt haben auch die Techniker immer weiter getüftelt und optimiert. So sank der Spritverbrauch von „Constanze" im letzten Jahr um über zehn Prozent. „Wir haben hier Einiges ausprobiert - insbesondere neue Motoren und neue Propeller eingebaut", erklärt Witte. Der Erfolg äußert sich unmittelbar in dem deutlich gesunkenen Dieselverbrauch. „Und das freut uns nicht nur wirtschaftlich, sondern wirkt sich natürlich auch ökologisch aus", verdeutlicht Witte, der die Techniker lobt: „Hinter solchen Verbesserungen steckt viel Knowhow in Sachen Schiffstechnik - und viel Herzblut im Umgang mit unseren Schiffen."

Das wirkt sich auch auf die Zuverlässigkeit aus: 9.800 mal sind die Katamarane 2016 über den See gefahren, gerade mal 108 Kurse sind ausgefallen - „dabei gab es kaum technisch bedingte Ausfälle, zumeist waren zu hohe Wellen der Grund", berichtet Witte. Damit waren die Katamarane zu 99 Prozent im Einsatz. „Auf diese Zahlen können wir stolz sein, auch wenn natürlich jeder einzelne Ausfall für unsere Fahrgäste ärgerlich ist."

 

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