Eric Monnins Crew gewinnt 20. Match Race Germany

Monnin

Langenargen, 06.06.2017 von IBN

Rekordteilnehmer Eric Monnin und sein Albert Riele Swiss Team haben das 20. Match Race Germany gewonnen.

Im elften Anlauf der Skippers und seiner Crew seit 2004 gelang dem Quintett mit Marc Monnin, Simon Brügger, Lukas Gerig, Dorén de Morsier und Loris von Siebenthal der Triumph pünktlich zur Jubiläumsauflage auf dem Bodensee. Im Finale besiegten der 41-jährige Steuermann vom Segel Club Stäfa und sein eingespieltes Team am Pfingstmontag Mati Sepps Estonian Sailing Team mit 3:2. Monnin sagte nach dem Rennen: „Wir sind 2004 hier in das Matchrace eingestiegen und erstmals gegen die Weltelite angetreten. Ich glaube, ich hatte damals auf diesen großen Booten sogar zum ersten Mal keine Pinne, sondern ein Steuerrad in der Hand. Das Match Race Germany nun im elften Anlauf 13 Jahre später zu gewinnen, ist für uns eine Riesensache und verbindet uns einfach sehr mit dieser Regatta. Ohne mein Team wäre es aber nicht möglich gewesen. Ich denke, es gibt keine Segeldisziplin, in der Teamarbeit so wichtig ist!“ Der geschlagene Mati Sepp sagte: „Das waren heute gute und harte Rennen. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein können. Es ist unglaublich, wie fantastisch hier Matchracing organisiert, präsentiert und gefeiert wird.“

Im kleinen Finale um Platz drei konnte sich Max Gurgels Hamburger Team Vmax Yachting mit 2:0 gegen das österreichische Trippolt Sailing Team um den 26-jährigen Steuermann Max Trippolt durchsetzen und das beste Ergebnis einer deutschen Mannschaft im Match Race Germany seit 16 Jahren ersegeln. 2001 hatte sich im Finalthriller Markus Wiesers Mannschaft gegen Deutschlands erfolgreichsten Segler Jochen Schümann und seine Crew durchsetzen können. Entsprechend stolz waren die Hamburger auf ihren dritten Platz. Steuermann, Physiker und „Boote-Beschleuniger“ Max Gurgel sagte nach dem Sieg: „Das ging schneller als erwartet. Wir haben beide Starts gewinnen und dann gut verteidigen können. Wir freuen uns sehr! Und ich kann jetzt mit dem gutem Ergebnis auch auf der Backskiste unseres Bootes unterschreiben, die in den vergangenen Jahren schon viele namhafte Skipper vor uns signiert haben.“ Max Trippolt, begleitet und lautstark angefeuert von einem großen österreichischen Fan-Club, sagte: „Wir waren zu sechst schnell unterwegs, doch Max war in den Vorstartphasen heute einfach besser. Meinem Team und unseren Fans vielen Dank! Wir sind sehr zufrieden mit Platz vier in diesem Feld!"

12 TEAMS AUS 10 LÄNDERN AM START

Zwölf Teams aus zehn Ländern waren in den fünftägigen Deutschen Grand Prix gestartet, den insgesamt rund 25.000 Zuschauer tagsüber und bei den abendlichen Festen und Konzerten besuchten. Schon in der Vorrunde hatten die Schweizer ihren Titelanspruch mit zehn von elf möglichen Siegen in den Duellen gegen alle anderen Teams unterstrichen. Auch der Vorrunden-Zweite Mati Sepp und seine Mannschaft aus Estland konnten ihre gute Form früh unter Beweis stellen. Der in der Vorrunde drittplatzierte Markus Wieser, einziger deutscher Sieger in der Geschichte des Match Race Germany (2001) und damit einer der Co-Favoriten, musste sich im Viertelfinale dem österreichischen Trippolt Sailing Team überraschend klar mit 0:3 geschlagen geben. Max Gurgels Team Vmax Yachting hatte sich im Viertelfinale nach einer Auftaktniederlage mit 3:1 gegen das französische Elite Team Match Race mit Steuermann Maxime Mesnil durchgesetzt. Das dritte Viertelfinale gewann nach packender Auseinandersetzung und eindrucksvollem Comeback Mati Sepp gegen das slovenische Lumba Match Race Team von Dejan Presen mit 3:2, nachdem die Esten schon 0:2 hinten gelegen hatten. Nach den Rennen hatte Mati Sepp mit einem Augenzwinkern gesagt: „It’s not over till the fat lady sings.“

Sowohl die Viertelfinal- als auch die Halbfinal-Begegnungen wurden am furiosen Pfingstsonntag vor mehr als 10.000 begeisterten Zuschauern in allen nur denkbaren Bedingungen ausgetragen, die das Bilderbuch-Revier vor der Kulisse der Schweizer Alpen und Schloss Montfort zu bieten hat. Das begeisterte Publikum an Land genoss die Segelsportschau in Ufernähe, die ZDF-Reporter Nils Kaben mitreißend kommentierte. Immer wieder wurden die Mannschaften auf dem Wasser von Beifallsstürmen beflügelt. Der Bodensee hatte den Seglern alleine am Sonntag in 22 Viertel- und Halbfinal-Duellen mit wechselnden Winden zwischen 5 und 20 Knoten, zunächst himmlischen Wolkenbilder und später strahlenden Sonnenschein am Pfingstsonntag alle seine Facetten serviert.

Die IBN bei WhatsApp

IBN testen

Hafenmeisterwahl