Veit Hemmeter siegt bei der Schweizermeisterschaft

Lacustre SM

Lindau, 10.07.2017 von IBN

Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club hat auf dem Neuenburgersee die Schweizermeisterschaft der Lacustre gewonnen. „Ich bin so happy,“ sagte der Schweizermeister bei der Siegerehrung im Schloss von Grandson. „Vor drei, vier Jahren kam zu Hause die Idee auf, mit dem Feuervogel in der Lacustre-Klasse zu segeln. Vor zwei Jahren in Langenargen habe ich mir einen Frühstart zu viel eingefangen, aber jetzt hat es geklappt.“
Schon Veits Vater Werni Hemmeter war 1975 und 1979 Schweizermeister. 1979 in Lindau bereits mit Mathias Kaschube als Vorschoter, der jetzt in Grandson erneut das Vorschiff machte. Dritter an Bord in Grandson war Sebastian Gastlo vom Bayrischen Yacht-Club. Zweiter wurde Markus Bilgeri vom Yachtclub Hard, Dritter Martin Zobl vom Zürcher Yacht Club.
Der Neuenburgersee war ein interessantes Regattarevier. Darin waren sich alle 36 Teilnehmer der Schweizermeisterschaft einig. Vor allem, weil es keine Welle auf dem Wasser gab.
Am ersten Tag der Meisterschaftsserie gab es Bisa, der leichte thermische Nordwind ermöglichte zwei Läufe. „Leider ist mir im zweiten Durchgang der Wind eingeschlafen,“ sagte Wettfahrtleiter Samir Saydjari vom Cercle de la voile de Grandson über den Start der Veranstaltung. „Ich hätte den Lauf besser abbrechen sollen. Aber die ersten kamen noch bei Wind ins Ziel, dann ging er weg – und rund die Hälfte der Segler kam nicht mehr in die Wertung.“
Dafür entschädigte der zweite Tag mit vier fantastischen Läufen. Ein warmer Südwestwind bei drei bis über vier Beaufort und warmen Temperaturen. Am dritten und letzten Tag waren die Bedingungen nicht einfach. „Es standen überall Gewitter am Himmel,“ fasste Saydjari die Schwierigkeit zusammen. „Du kannst keine Bahn auslegen, der Wind drehte dauernd um 30, 40 Grad.“ Letztlich reichte es am Samstag zu einem verkürzten Lauf. „Ich wollte nicht noch einmal ein Risiko eingehen. Deshalb habe ich nach dem zweiten Luvgang abgekürzt.“
„Der CVG hat die Meisterschaft fantastisch organisiert,“ bedankte sich zum Schluss Jean-Raymond Wehrli von der Genfer Klassenvereinigung, der die Regattaserie für die Lacustre-Vereinigung an den Neuenburgersee geholt hatte. „Die Stimmung war extrem relaxt, alle waren freundlich und entspannt, der Club hat sich wahnsinnig ins Zeug gelegt.“
Aber auch die Lacustre-Segler haben in Grandson Eindruck gemacht. Der Verein erkundigte sich, ob nicht Segler vom Neuenburgersee bei Regatten auf dem Bodensee oder dem Zürichsee gelegentlich mitfahren könnten.

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