Team Schmitzer/Vercouteren verpasst den Nacra-Weltmeistertitel um 0,5 Punkte

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Lindau, 03.08.2017 von IBN

Vom 24. bis zum 28. Juli wurde in Arco am Gardasee die Nacra-Weltmeisterschaften ausgetragen.
Die Nacra Werft ist nicht nur weltweit der größte Hersteller von Sportkatamaranen, sondern baut auch den Hightech-Katamaran F17, der seit 2016  olympisch ist. Ebenfalls kommt aus dieser Werft der Nacra 15. Ein rasantes 15-Fußschiff, das bereits Jugendlichen den Einstieg in diese schnelle Bootsklasse ermöglicht.
 
Gerd Schmitzer und Vorschoterin Tina Vercouteren von der Wassersportabteilung der TSG Lindau Zech e. V. setzten sich bereits am ersten Tag nach drei Wettfahrten an die Spitze des Feldes. Gefolgt vom niederländischen Team Wielenga/Larsen und dem US-amerikanischen Team Stroebel/Hopps gingen die Neuravensburger mit einem Vorsprung von 0,5 Punkten in den zweiten Renntag. An diesem Tag wurden in einer Gewitterfront bei starkem Nordwind mit Spitzen bis 7 Beaufort vielen Teams ihre Grenzen aufgezeigt. Obwohl sich diese Windbedingungen für das Team der TSG-W nicht als ideal darstellten, konnte es mit zwei weiteren Siegen seinen Vorsprung auf das jetzt zweitplatzierte Team USA und das niederländische Team ausbauen.
 
Am dritten Tag wurde die erste Wettfahrt um 12 Uhr gestartet. Schnell konnten sich Schmitzer/Vercouteren vom gesamten Feld absetzen. Während der Wettfahrt ließ der Wind jedoch weiter nach, sodass die Wettfahrtleitung kurz vor dem Zieleinlauf auf Rennabbruch entschied. Wetterbedingt konnten keine weiteren Rennen an diesem Tag stattfinden. Für den nächsten Tag wurde das erste Startsignal bereits auf 8 Uhr morgens festgelegt. Für die Regattateilnehmer musste um 5 Uhr der Wecker klingeln, um rechtzeitig am Start sein zu können. Der Startschuss erfolgte pünktlich bei 5Beaufort Nordwind, dem Vento, der während der Wettfahrt in Böen bis zu 6 Beaufort auffrischte. Auf ihrem ersten Spikurs führte die Welle eines Motorbootes zu einem handfesten Stecker für das Katamaranteam Schmitzer/Vercouteren. Dabei taucht bei voller Fahrt der Bug bis zum Mast ins Wasser ein, was einer Vollbremsung gleichkommt. Obwohl die Vorschoterin Vercouteren nach vorne geschleudert wurde und sich dabei eine Rippenprellung zuzog, konnte  das Team eine Kenterung verhindern und als zweites Boot die Ziellinie passieren. Nach zwei weiteren zweiten Plätzen schmolz der Vorsprung des für Deutschland startenden Teams vom TSG-Wassersport Lindau-Zech auf das jetzt zweitplatzierte Team aus den Niederlanden auf 0,5 Punkte zusammen, jedoch mit komfortablen 7,5 Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten, Team USA.
 
Das angeschlagene Team hoffte für den letzten Tag auf moderate Windbedingungen, da die Vorschoterin mit einer Rippenprellung zu kämpfen hatte. Beim ersten Start um 8:30 Uhr waren die vorherrschenden 4 Beaufort ideal für das Team und es konnte seinen Vorsprung erneut auf 1,5 Punkte ausbauen. Weitere Starts wurden wegen unbeständiger Windbedingungen auf den Nachmittag verschoben.
Der Nachmittagswind, die Ora, frischte auf 5, in Böen bis zu 6 Beaufort, auf. Bei diesen Bedingungen mussten sich Schmitzer/Vercouteren jeweils knapp geschlagen geben. Dadurch verpasste das Team Schmitzer/Vercouteren nach 12 Rennen mit nur 0,5 Punkten den Titel!
 
Ergebnisse: 
Weltmeister Nacra-Infusion Formula 18 Wielenga/Larsen NED 
Vizeweltmeister Schmitzer/Vercouteren GER
3. Stroebel/Hopps USA
4. Van der Heijden/Moerman NED
5. Raisanen/Raisanen FIN 
6. Van der Zalm/Paternoster

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