Konstanzer Bootsfahnder 2010 so erfolgreich wie noch nie
22.04.2011
Aus den eingehenden Anfragen gelang es insgesamt 16 Sportboote, zwei Jetskis (Wassermotorräder) und insgesamt 144 Außenbordmotoren als Diebesgut herauszufiltern, sicherzustellen und deren Zuordnung zu Straftaten im In- oder Ausland zu ermöglichen. In vielen Fällen hatten die Geschädigten noch gar nicht bemerkt, dass sie bestohlen wurden. Nur durch die „Spürnase“ der kontrollierenden Beamten vor Ort und durch die schnelle internationale Zusammenarbeit des KBK mit anderen Spezialisten für Bootskriminalität gelang es, Diebsgut im Gesamtwert von über 2,8 Millionen Euro mit den örtlich zuständigen Dienststellen sicherzustellen. Als „Beifang“ konnten zwei Quads und ein Lastkraftwagen Diebstählen in der Slowakei und Kanada zugeordnet werden.
Seit Gründung des KBK waren die Beamten damit wesentlich an Sicherstellungen von Diebesgut im Wert von knapp 13 Millionen Euro beteiligt.
Die internationale Dimension der Fahndertätigkeit zeigt sich unter anderem daran, dass die Sicherstellungen in insgesamt 13 verschiedenen Ländern in Europa erfolgten. Das Diebesgut wiederum konnte Diebstählen in 14 verschiedenen Ländern zugeordnet werden, unter anderem ein Sportboot in Mazedonien, das in Kanada gestohlen gemeldet war. Die meisten Sicherstellungen erfolgten in Deutschland wie beispielsweise die wertmäßig höchste Beschlagnahme einer Motoryacht im Wert von 1,4 Millionen Euro in Nord-Deutschland, die in Italien gestohlen gemeldet war. An dieser Aktion war neben der örtlichen Wasserschutzpolizei und dem BKA Wiesbaden auch die europaweit größte Versicherungsdetektei mit Sitz in Hamburg maßgeblich beteiligt.
Auch am Bodensee waren die Fahnder mit ihren Schweizer Kollegen erfolgreich. Am Grenzübergang Rheineck nach Österreich (Vorarlberg) konnten im Frühjahr acht Außenbordmotoren im Wert von 30.000 € in einem Lieferwagen mit rumänischer Zulassung sichergestellt werden. Die Abklärungen des KBK ergaben, dass die Motoren unmittelbar vor der Kontrolle in Frankreich in der Nähe des Genfer Sees gestohlen wurden. Auch in einem Zug waren die Schweizer Fahnder erfolgreich. Neben allerhand anderem Diebesgut fanden sich auch zwei Außenbordmotoren, von denen einer vom KBK einem Diebstahl am Schweizer Teil des Bodensees zugeordnet werden. Die „Ware“ war für Serbien bestimmt.
Die Diebstahlszahlen in Deutschland sind auf hohem Niveau nahezu unverändert. Insgesamt gestohlen wurden 327 Boote (minus 4,7 %) und 1141 Außenborder (plus 2,5 %).
