57 Einhand-Segler trotzen dem Spätsommer zwei bis drei Wettfahrten ab

Dingh

27.09.2017

Zwei bis drei Wettfahrten wurden trotz ruhigem Spätsommerwetter bei der „Interboot-Trophy“ des Württembergischen Yacht-Clubs für Einhand-Jollenklassen, die in Kooperation mit der Friedrichshafener Wassersportmesse durchgeführt wird, gesegelt.

Die Sieger heißen Florian Hafner im Laser Radial, Luca Meyer im Laser Standard, Gernot Goetz im Contender und Enrico Negri (Italien) im 12-Fuß-Dinghy.

Kurz nach Mittag kam am Samstag unter sonnigem Himmel gegen 13 Uhr ein leichter Schönwetter-Südwest auf, den Wettfahrtleiter Felix Diesch nutzte, um nacheinander alle vier Klassen auf die Bahn zu schicken. Er zeigte sich angetan von der Startdisziplin: kein einziger Frühstart, der den Ablauf verzögert hätte. „Wir hatten zwar nur wenig Wind, aber ordentliche Bedingungen für faire Wettfahrten“, so Diesch über die ersten beiden Rennen.

Als alle vier Klassen bereits in der dritten Wettfahrt segelten, flaute nach 16 Uhr der Wind wieder ab. Die schnelleren Contender und Laser Standard kamen noch ins Ziel. „Die Wettfahrten der anderen beiden Klassen mussten wir leider abbrechen“, so Diesch.

Am Sonntagvormittag war der Himmel zunächst bedeckt, die Sonne konnte sich erst mittags durchsetzen. „Das war zu spät, als dass sich noch eine Thermik hätte aufbauen können“, kommentierte WYC-Regattaobmann Günther Widmer. So wurde gegen 14 Uhr die Siegerehrung durchgeführt. Dirk Kreidenweiß, Projektleiter der Interboot, überreichte die von der Messe gestifteten Preise (Gutscheine über 100, 50 und 25 Euro für die jeweils Bestplatzierten) persönlich. „Das ist eigentlich eine coole Angelegenheit, hier mit dem Württembergischen Yacht-Club die Regatta durchzuführen. Da bilden wir eine starke Gemeinschaft die Spaß macht“, so Kreidenweiß. Auch Widmer war begeistert: „Die Zusammenarbeit mit der Messe ist toll!“

Zur Revanche kam es im Laser Radial. Der Günzburger Florian Hafner (Skippergilde Schwaben) setzte sich mit den Plätzen zwei und eins gegen Amelie Zartl (WYC, Plätze eins und vier) durch, die vor zwei Wochen noch unmittelbar vor Hafner die Landesjugendmeisterschaft gewonnen hatte.

Eine souveräne Leistung lieferte der 17-jährige Luca Meyer vom Konstanzer YC bei den Lasern mit dem größeren Standard-Rigg ab. Mit den Plätzen 2-1-1 setzte er sich klar gegen die durchweg ältere Konkurrenz durch. Ebenfalls auf Platz zwei landete hier der beste Segler des Gastgebers: Conrad Rebholz (WYC) mit sechs Punkten vor Willy Brandt dem Nachwuchstrainer des Vereins (der für seinen Heimatclub, den Akademischen Segler-Verein Warnemünde startete).

13 Segler gingen im Contender an den Start. Das Trapez, das diese Einhandjolle bei mehr Wind schnell macht, brauchten die Segler aber bei den Windverhältnissen diesmal nicht. Gernot Goetz (SC Unteruhldingen) setzte sich mit den Plätzen 2-1-1 klar gegen den Pfullinger Tobias Hanke (SLRV, Plätze 1-2-4) durch.

Während die Interboot-Trophy für die Laser und Contender schon zum 13. Mal ausgetragen wurde, waren die 12-Fuß-Dinghies das erste Mal dabei. 16 Teilnehmer waren bis von Rom, und Bielefeld an den Bodensee gekommen – und deuteten an, nächstes Jahr gerne wieder dabei zu sein. Die vorderen Plätzen machten die Italiener unter sich aus: Enrico Negri (AV Alto Verb-Arno) vor Vito Moschioni (YC Como) und Renzo Santini (CV Bellano).

Laser Radial, 16 Teilnehmer, 2 WF

1. Florian Hafner (Skippergilde Schwaben), 3 Punkte

2. Amelie Zartl (WYC), 5 Punkte

3. Hannes Ill (YC Ludwigshafen Bodensee), 6 Punkte

Laser Standard, 12 Teilnehmer, 3 WF

1. Luca Meyer (Konstanzer YC), 4 Punkte

2. Conrad Rebholz (WYC), 6 Punkte

3. Willy Brandt (Akademischer Segler-Verein Warnemünde), 8 Punkte

Contender, 13 Teilnehmer, 3 WF

1. Gernot Goetz (SC Unteruhldingen), 4 Punkte

2. Tobias Hanke (Sail Lollipop Regatta-Verein), 8 Punkte

3. Gerhart Goetz (SC Unteruhldingen), 9 Punkte

12-Fuß-Dinghy, 16 Teilnehmer, 2 WF

1. Enrico Negri (AV Alto Verb-Arno), 2 Punkte

2. Vito Moschioni (YC Como), 5 Punkte

3. Renzo Santini (CV Bellano), 6 Punkte

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