Zum Tod von Hans-Luzius Studer: Engagiert, diplomatisch und sachlich

Luzi

Radolfzell, 25.10.2017 von IBN

Am 20. Oktober starb Dr. Hans-Luzius Studer nach kurzer schwerer Krankheit. „Luzi“ wie ihn seine vielen Freunde rund um den See nannten, wurde 80 Jahre alt.

Mit Dr. Hans-Luzius Studer verlieren die Segler und alle anderen Wassersportler einen unermüdlichen und engagierten Kämpfer für den Erhalt ihrer Rechte und der Freiheit auf dem Wasser. Mit dem ihm eigenen diplomatischen Geschick, seiner Freundlichkeit und Beharrlichkeit war er ein Wegbereiter für eine zukunftsweisende Gestaltung des Bodensees als Wassersportrevier.

Die seglerische Heimat des Schweizers war der St.Gallische Yachtclub, dessen Präsident er von 1984 bis 1987 und Ehrenmitglied er war. Als Segler war er in jungen Jahren im Piraten aktiv.  Später war er aktiver Fahrtensegler. Mit seiner Najad bereiste er den Bodensee, mit vielen anderen Booten und Gleichgesinnten war er als Blauwassersegler auf allen Meeren zuhause. 

Von 1997 bis 2000 war Dr.Hans-Luzius Studer Präsident des Bodensee-Seglerverbandes.  In einer schwierigen Zeit, als in den achtziger und neunziger Jahren vielfältige Einschränkungen auf dem See drohten, entwickelte er mit seinen Mitstreitern in IWGB, BSVb und IBMV zahlreiche richtungsweise Projekt, die Signale setzten und letztendlich zu einer Entspannung bei den Angriffen auf den Wassersport führten.

Von 2002 bis 2012 als Präsident der IWGB hat unermütlich mit Zivilcourage und Visionen für die Erhaltung der Freiheit und Selbstverantwortung der Frezeitschifffahrt gefördert. „…für Wassersport und Umweltschutz“ hieß das Credo, das er dem Verband gab und das er lebte. Für seine Verdienste wurde Dr. Hans-Luzius Studer  2012 zum Ehrenpräsidenen der IWGB ernannt.

Der gesamte Wassersport, aber auch die IBN-Redaktion, mit der er eng und freundschaftlich verbunden war, verlieren einen Sportsmann und engagierten Funktionär, der eine große Lücke hinterläßt.

„Wir sind privilegiert, dass wir diesen einmaligen See als Wassersportrevier nutzen dürfen. Dieses Privileg schafft jedoch die Verpflichtung, uns für die Erhaltung unseres Sees, unserer Region und damit unseres Planeten einzusetzen“ (Dr. Hans-Luzius Studer)