Hamburger Werft baut neues LNG-Fährschiff für den Bodensee

Lodi

Konstanz, 16.03.2018 von IBN

Der Auftrag zum Bau der neuen gasbetriebenen Fähre der Stadtwerke Konstanz ist vergeben: Die Hamburger Werft Pella Sietas wird das Schiff bauen.

 Es wird ab Frühjahr 2020 im Pendelverkehr der Fähre Konstanz-Meersburg eingesetzt. „Es freut uns, dass das Schiff in Deutschland gebaut wird. Pella Sietas ist aus der ältesten Werft Deutschlands, derJ. J. Sietas KG Schiffswerft GmbH u. Co., hervorgegangen. Sie wurde 1635 gegründet. Im Ausschreibungsverfahren kam Pella Sietas nun zum Zug. Die einzelnen Schiffsteile werden bis Frühjahr 2019 in der Hamburger Werft gefertigt und zusammengefügt. „Im Anschluss wird die Fähre in Teile zerlegt und an den Bodensee transportiert. In der Werft in Fußach wird sie dann wieder zusammengebaut“, berichtet Stefan Ballier, Geschäftsbereichsleiter Fährebetrieb. Der restliche Innenausbau wird im Fährehafen in Staad erfolgen. 

Das Schiff wird rund 17,7 Millionen Euro kosten. Es wird der jüngsten Fähre in der derzeitigen Flotte gleichen, dem Fährschiff „Lodi“. Einziger markanter Unterschied: Der Neubau wird einen rund acht Meter hohen Mast haben. Denn die Fähre wird mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben. Der Ventilationsmast ist aus Sicherheitsgründen nötig. Es werden zwei 8-Zylinder-Gasmotoren der Baureihe 4000 von MTU sein, sie erbringen jeweils eine Leistung von 746 Kilowatt. Der Gasmotor stößt im Vergleich zu einem Dieselmotor ohne Abgasnachbehandlung keinen Ruß und keine Schwefeloxide aus, 90 Prozent weniger Stickoxide und 10 Prozent weniger Treibhausgas.