Ziel ist Tokyo 2020

Liebig

Friedrichshafen, 29.03.2018 von IBN

Pauline Liebig segelte im Laser-Radial bei der letzten Weltmeisterschaft auf Platz 9. „Es ist alles möglich“, sagt die ehrgeizige junge Konstanzerin (DSMC) und nimmt Kurs auf die nächsten Olympischen Spiele.

Da Steuerleute im 420er eher klein und leicht sein müssen, wechselte sie lieber gleich in den Laser-Radial. 2010 trainierte sie bei Landestrainer Peter Ganzert im Laser-Radial, nach dem Abitur 2011 in Konstanz verlegte sie aufgrund ihrer guten Leistungen ihren Trainingsort an den Bundesstützpunkt in Kiel.

„Ich habe mir den Studiengang nach dem Studienort ausgesucht“, sagt sie und lacht. So kam sie zur Elektrotechnik und sieht es ganz pragmatisch: „Das kann man gut gebrauchen“. Dass der Frauenanteil mit etwa zehn Prozent eher gering ausfällt, stört sie nicht. „Es macht trotzdem Spaß“. Inzwischen ist die 24-Jährige bereits im zweiten Master-Semester und beschäftigt sich mit Hochfrequenz-, Nachrichten- und Medizintechnik.

Ein Glücksfall, wenn man wie Pauline Studium und Training im Perspektivkader des German Sailing Team, der deutschen Nationalmannschaft, unter einen Hut bringen kann. Dabei hilft, dass die Christian-Albrechts-Universität in Kiel offizielle Partnerhochschule des Spitzensports und damit Kooperationspartner des Olympiastützpunkts Hamburg Schleswig-Holsteins ist. 

So klar definiert sie auch ihr Ziel: Olympische Spiele. Ihre Teilnahme an den Spielen ist nicht davon abhängig, ob sie im Perspektiv- oder Olympiakader ist, sondern von ihrer Platzierung bei drei international hochkarätigen Qualifikationsregatten in der Saison 2019 / 2020 wie zum Beispiel der WM, EM oder dem Weltcup.Dabei gilt es - so will es die Regel des Deutschen Olympischen Sportbunds - sich als beste Deutsche in den Top acht der Nationenwertung zu platzieren. Denn nur eine Teilnehmerin pro Nation und Disziplin bekommt die Möglichkeit zu starten.

(LSVb-BW, AB)

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