Mehrere Seenoteinsätze auf dem Bodensee

30.08.2018

Auf Grund des rasch einsetzenden Schlechtwetters am Mittwochnachmittag und am frühen Abend kam es auf dem gesamten Bodensee zu mehreren Seenotfällen.

Im Laufe des späten Mittwochnachmittages wurde vom Deutschen Wetterdienst für den Bodensee eine Starkwindwarnung mit Windböen bis 60 km/h vorhergesagt und Sturmwarnung gegeben. 

In Höchst, Bereich Einfahrt zum Salzmann-Hafen und in Bregenz, im Mündungsbereich der Bregenzer Ache kam es zu insgesamt drei Seenoteinsätzen. Die Wasserrettung Vorarlberg, die Feuerwehr Hard, die Wasserschutzpolizei Lindau sowie die Seepolizei Hard mit insgesamt fünf Booten und 43 Einstatzkräften brachten durch das rasche Vorgehen alle Bootsbesatzungen unversehrt in Sicherheit. An den betroffenen Booten entstand ein Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Trotz des starken Niederschlages, des stürmischen Windes mit Spitzen von 8 bis 9 Bft und der daraus resutlierenden Wellen von zwei Meter Höhe, wurden bei diesen Vorfällen keine Personen verletzt.

Kurz nach 18 Uhr wurde im Obersee vor Meersburg ein hilfloser Surfer gesichtet. Die Wasserschutzpolizei Konstanz konnte in Erfahrung bringen, dass dieser von einem Segelboot aufgenommen und anschließend in den Seglerhafen Meersburg verbracht werden konnte, wo er leicht verletzt vom DRK versorgt wurde. 

Gegen 18.40 Uhr meldete eine Zeugin ein Segelboot, das mit einem zerrissenen Segel im Bereich Obersee, in Höhe des Württembergischen Yachtclubs, möglicherweise in Seenot sei. Ein Boot der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen sowie Landkräfte der DLRG konnten das Segelboot schließlich im Hafen des Württembergischen Yachtclubs feststellen. Dem Segler war es gelungen, ohne Hilfe in den Hafen einzufahren. 

Um 18.46 Uhr teilte eine weitere Zeugin mit, dass im Obersee, vor dem Hafen Fischbach, ein Segelboot Probleme habe. Das Segel hätte sich um den Mast gelegt und der Schiffsführer würde vergeblich versuchen, das Segel wieder zu lösen. Nachdem die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen und die DLRG sich auf die Suche nach dem Segelboot gemacht hatten, kam den Suchkräften das Segelboot auf Höhe Manzell entgegen, wobei es dem Bootsführer mittlerweile wohl gelungen war, das Segel wieder zu setzen. 

Ab 18.51 Uhr suchte die Wasserschutzpolizei Überlingen und die DLRG im Überlinger See vor dem Strandbad Ost nach einem gekenterten Boot. Gäste eines nahegelegenen Hotels hatten den Vorfall gemeldet. Trotz intensiver Suche konnte kein in Not geratenes Boot gesichtet werden. 

Ebenfalls im Einsatz war auch die Wasserschutzpolizei Reichenau, die ab 18.05 Uhr im Untersee, zwischen Steckborn und Hemmenhofen, nach einer Segeljolle suchte, die durch eine Windböe gekentert war und die beiden Besatzungsmitglieder anschließend ins Wasser gestürzt waren. Noch vor dem Eintreffen der Beamten konnten die beiden männlichen Besatzungsmitglieder von einem anderen Boot an Bord genommen werden. Die Männer hatten Rettungswesten getragen und blieben unverletzt. 

Und schließlich bekam um 18.40 Uhr ein Kite-Surfer im Untersee Probleme mit seinem Schirm und trieb aufgrund des auffrischenden Winds weiter in Richtung Seemitte. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Reichenau konnten den Kite-Surfer unverletzt samt seiner Ausrüstung an Bord nehmen und ihn in Ufernähe wieder absetzen.