Bei Brand gesunkenes Boot wurde gehoben

Taucher/Leiter

Kressbronn, 16.10.2018 von Heinz Lieber

Das letzte Woche gesunkene Boot im Hafen Ultramarin wurde am gestrigen Montag geborgen, nachdem Taucher das Wrack in rund 20 Meter Tiefe geortet haben.

Sechs der sieben beschädigten Boote konnten gleich nach dem Brand geborgen werden. Die jetzt gehobene Bavaria 35 konnte aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zunächst nicht geortet werden. Die Fachfirma Bodensee-Taucher GmbH begann am Montag mit der Suche. Mit Tauchcomputer war die Stelle schnell ausgemacht.

Taucher brachten Festmacherleinen am Bug an,  zwei Luftsäcke mit jeweils zwei Tonnen Hebekraft wurden am Heck befestigt und das Boot vorsichtig angehoben. Nach Minuten wurde der Bug sichtbar, alsbald wurde die Seitenwand gesichtet. Wie ein toter Hecht lag das ausgebrannte Wrack schließlich sichtbar unter der Wasserlinie.

Die Frage der Fachleute: Wie bekommen wir das Boot aus dem Wasser? Verschiedene Vorschläge wurden genannt: Boot weiter hoch heben und am nahen Ufer ablegen oder schwimmend durch den Hafen an den Kran ziehen. Die zweite Variante wurde als besser durchführbar gewertet, dies allerdings mit erheblichem Aufwand, da die gesamte Schleppstecke vom Steg zum Kran mit einer Ölsperre gesichert werden musste.

Die Hafenkräne waren aufgrund des niedrigen Wasserstandes zum auskranen nicht geeignet. Ein Autokran mit ausreichendem Ausleger wurde beauftragt. Unter Anleitung  des erfahrenen Hafenmeister Hubert Grassel wurde das Boot ohne weiteren Schaden anzurichten an Land gehieft.

Die Ursache ist nach wie vor ein Rätsel, der Schaden liegt nach bisherigen Schätzungen oberhalb von 500.000 Euro. 

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