Kanuverband reagiert auf Presseartikel zu Störwirkung von SUP

10.12.2018

Der Deutsche Kanuverband hat auf eine umstrittene, vom Bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) beauftrage Masterarbeit reagiert, die belegen soll, dass Stand Up Paddler „stark die Tierwelt aufscheuchen“.

Dies hat die Deutsche Presseagentur (dpa) in einem von mehreren Tageszeitungen abgedruckten Artikel dargelegt. Auch in diesem Text befindet sich die Behauptung entsprechender Akitivitäten im Winter, wie sie auch im Zusammenhang mit der beantragten Sperrung des Markelfinger Winkels erhoben wurde. „Dank Neoprenanzügen sei der Sport ... auch bei Kälte möglich, “ zitiert die dpa den Autor der Studie. „Außerdem hat der Fahrer etwas Langes in der Hand,“ so der Text. „Für die Vögel könnten sie (die Wassersportler Red.) wirken wie Jäger“.

Die Autoren der Studie sähen, so die dpa, insbesondere am Bodensee „einen Trend“ zum nächtlichen Stehpaddeln, gegen das sie sich eindeutig aussprechen.

Der Kanuverband findet es befremdlich, dass ihm das Gutachten, trotz mehrfacher Bitten, bis heute noch nicht vorliegt. Außerdem habe der LBV einen „Knigge/Ratgeber“ für Stand Up Paddler erstellt. „So wie der DKV sich nicht ohne qualifizierte fachliche Beratung zu naturfachlichen Themen äußern wird,“ so die Paddler in ihrer Mitteilung, „hätten wir uns gewünscht, diesen Knigge / Ratgeber gemeinsam zu entwickeln. Leider ist zu keinem Zeitpunkt an uns die Bitte einer Mitarbeit unter sportfachlichen Aspekten gegangen.“

Die komplette Stellungnahme der Paddler finden sie unter diesem link.