DLRG-Statistik: Immer mehr Menschen ertrinken

Stuttgart, 27.02.2019 von IBN

Wie die DLRG mitteilt, ist die Anzahl ertrunkener Personen in Baden-Württemberg 2018 um 63 Prozent dramatisch gestiegen. 62 Badeunfälle endeten tödlich, der größte Teil davon in Seen und Flüssen - jeder siebte davon im Bodensee.

Einerseits treibe der lange Sommer des vergangenen Jahres die traurige Bilanz  in die Höhe, anderseits spiele neben dem Wetter (Überhitzung und Kreislaufschwäche) auch Alkohol und Selbstüberschätzung eine große Rolle. Von den 504 insgesamt in Deutschland ertrunkenen Personen, verloren 435 Menschen dabei ihr Leben in Flüssen, Bächen, Kanälen und Seen. - das sind 86 Prozent! 

Dieses Verhältnis zeigt auch die jüngst ebenfalls veröffentlichte internationale Einsatzstatistik der Wasserschutz- und Seepolizeien des Bodensees: Insgesamt ereigneten sich 2018 auf dem Bodensee und dem Hochrhein bis Schaffhausen 29 Badeunfälle (+10). Dabei verunglückten 9 Personen tödlich (+7), 20 Schwimmer wurden verletzt geborgen (+12). 

Die Einsatzzahlen machen deutlich, dass das Schwimmen in den heimischen Flüssen und Seen offensichtlich an Attraktivität gewonnen hat. Aber das Schwimmen bleibt unverändert gefährlich, wie die Einsatzzahlen zeigen. Neben den 52 Menschen, die in Baden-Württembergs Flüssen und Seen starben, verursachten leichtsinnige Schwimmer zahlreiche Such- und Rettungseinsätze

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Die DLRG ist mit fast 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Die DLRG ist die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2017 hat sie über 22 Millionen Schwimmprüfungen und fast fünf Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen.