Zweimal Seenot im Überlinger See

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Überlingen, 04.06.2019 von IBN

Wegen der durchziehenden Starkwindfront mussten die Beamten der Wasserschutzpolizei Überlingen gestern Abend, 03. Juni, zweimal Wasseresportlern aus Seenot helfen.

Wie die Polizei mitteilt, hatte der Starkwind gegen 16.00 Uhr an einem Segelboot das Vorsegel zerrissen, so dass es nicht mehr 
manövrierfähig war. Erst als Kräfte der Wasserschutzpolizei Überlingen das Boot gegen den Wind abschirmten, konnte der 
Schiffsführer seine verbliebenen Segel einholen und mit Motorkraft den sicheren Hafen anlaufen. Am Boot entstand ein Schaden in Höhe von ca.1000 Euro.

Gegen 17:00 Uhr beobachtetete ein Zeuge von Land aus ein gekentertes Boot auf dem See nahe der Marienschlucht. Sofort alarmierte Kräfte der Wasserschutzpolizei Überlingen konnten das kleine Motorboot (Dingi) gekentert feststellen, an dem sich die beiden Insassen entkräftet und erschöpft festgeklammert hatten. Die Gekenterten wurden stark unterkühlt an den Rettungsdienst übergeben. Die Wassertemperatur betrug ca. 15 Grad. Bei ihrer Rettung gaben beide an, bereits ca. 1 Stunde im kalten 

Wasser zu treiben. Wegen der aufgezogenen Starkwindfront habe ihr Boot eine starke Welle abbekommen, so dass es gekentert sei. Nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei haben es die Geretteten wohl dem Zeugen zu verdanken, dass die Sache noch glimpflich ausgegangen ist. Beide Personen kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Auch im Zuständigkeitsbereich der anderen Wasserschutzpolizeistationen Konstanz und Friedrichshafen mussten während der Starkwindwarnung immer wieder Bootsführer auf die Gefahrenlage hingewiesen werden.