"The Race" - Kampf um die längste Distanz am See

The Race

Langenargen, 10.09.2019 von IBN

Zum achten Mal führt der Yacht Club Langenargen (YCL) am kommenden Samstag, 14. September die Langstreckenregatta „The Race“ durch. Die 70 Seemeilen (130 Kilometer) lange Strecke führt von Langenargen zunächst in den Überlinger See bis nach Bodman. Von dort geht es durch ein Tor vor Langenargen nach Bregenz und wieder zurück ins Ziel vor dem BMK Yachthafen Langenargen. Start ist am Samstag um acht Uhr morgens. Wie der Veranstalter mitteilt, sind 44 Schiffe angemeldet.

Alle Boote werden mit einem GPS-Sender ausgestattet, der die Position sekundengenau  übermittelt. Auf der Homepage des Yacht Club Langenargen  kann jeder das Rennen online in Echtzeit verfolgen, auch die Wettfahrtleitung wird damit die Regatta überwachen und auswerten. 

In einer Steuermannsbesprechung am Freitagabend wird Wettfahrtleiter Hans Walter Jöckel den Skippern noch erklären, dass es dieses Jahr ein Kontroll-Tor vor Langenargen gibt, das auf dem Weg nach Bregenz durchfahren werden muss. „Das Tor wird vor dem Landungssteg der Dampfer in Langenargen liegen. Einmal kann ich da noch zum spätestmöglichen Zeitpunkt eine Bahnabkürzung durchführen, zum anderen stören Nachzügler bei einem separaten Tor nicht den Zieleinlauf der schnelleren Boote vor dem Yachthafen“, erläutert Jöckel. 

Der Start erfolgt um acht Uhr vor dem Malereck. Die ersten Schiffe werden schon am frühen Nachmittag an dem Tor erwartet. Sie können gut vom Landungssteg am LangenargenerGondelhafen beobachtet werden. Von dort geht es zur Wendemarke zwischen Lochau und Bregenz, danach zurück nach Langenargen. Dort markieren zwei Bojen die Ziellinie.

Favoriten sind die schnellen Renn-Katamarane. Der Bregenzer Fritz Trippolt ist mit seiner „Skinfit“ dabei, er hat schon mehrmals das „Race“ gewonnen. Auch die „Orange Utan“ von Ralph Schatz (YC Meersburg, steuern wird wiederum der Schweizer Tom Rüegge) und die „Holy Smoke“ des Schweizers Albert Schiess (YC Arbon) – die voriges Jahr nur mit wenigen Minuten Unterschied die Plätze zwei und drei belegten, stehen wieder auf der Meldeliste. Sie werden herausgefordert von den Katamaranen „Sonnenkönig“ von Armin Schmid und „Green Horny“ von Sammy Smith (beide aus der Schweiz) sowie Dominic Stahls „Paulchen“ (Württembergischer YC). Bei den Einrumpfyachten werden die andere „Sonnenkönig“ von Armin Schmid und die „Wild Lady“ von Wolfgang Palm (YCL) hoch gehandelt. Aber auch viele Fahrtenyachten – bis hin zur Traditionsyacht HOC Neustadt, einem 80-qm-Seefahrtskreuzer  – werden am Start sein, für die die Regatta ein kleiner Törn mit bester Verpflegung aus der Bordküche sein wird. 

Die Langfristprognose verspricht moderates Herbstwetter für den Samstag – leichte nördliche Winde bei zeitweise bedecktem Himmel – und ab dem Abend eine schöne Brise mit zwei bis drei Windstärken, die in eine milde Nacht hinein wehen. Diese könnte nicht nur die schnellen Boote vor Mitternacht ins Ziel bringen, sondern auch den langsameren dazu verhelfen, die komplette See-Umrundung im Zeitlimit zu schaffen. Das ist auf Sonntag um 14 Uhr festgesetzt. Sollten sich beim Erreichen des Zeitlimits noch Boote auf der Bahn befinden, wird für diese Boote gemäß ihrer bis dahin gesegelten Distanz eine fiktive Zielzeit errechnet. Sie werden dann nach den Booten in die Ergebnisliste eingesetzt, die das Ziel auch tatsächlich erreicht haben.

Das schnellste Schiff nach gesegelter Zeit erhält den Wanderpreis „Blue Challenge Trophy“, das schnellste konventionelle Einrumpfboot die „Blue Trophy“. In den einzelnen Wertungsgruppen gibt es Preise für die jeweils drei besten Schiffe. Die Preisverteilung wird am Samstag, 21. September, in der Wassersportmesse Interboot durchgeführt.

 

Live-Ticker und Echtzeit-Tracking: www.ycl.la