Seemannschaft und Verhalten im Hafen

Wie verhalte ich mich im Hafen?

01.06.2009 von IBN

Liegeplätze am Bodensee stehen nur in beschränkter Anzahl zur Verfügung. Doch in fast allen Häfen werden freie Plätze durch grüne Tafeln mit dem Hinweis "Frei" signalisiert. Doch zeigen Sie sich kameradschaftlich und machen Sie nur in einer Box fest, die der Größe Ihres Bootes entspricht. Sollten Sie in Ihrem Hafen einen Platz frei machen, ist es selbstverständlich, daß Sie auch dort eine Tafel anbringen und ihren Platz freigeben.

In allen Häfen am See wird für die Übernachtung, Strom und Dusche eine Gastgebühr verlangt. Sie ist im Vergleich mit anderen Revieren nicht sehr hoch. Diese Liegeplatzgebühr ist eine Bringschuld, auch wenn manchmal die Hafenmeister durchgehen und kassieren. Es gehört zum Sportsgeist, daß man sie bezahlt und nicht am nächsten Morgen klammheimlich verschwindet.

Benutzen Sie die sanitären Einrichtungen in den Häfen oder andere Einrichtungen, so sollten Sie sorgsam damit umgehen. Hinterlassen Sie dem Hafenmeister nicht die Aufräum- und Putzarbeit.

Kleidung

Und auch wenn auf dem Wasser schönstes Wetter herrscht, sollten Sie einen Hafen nur bekleidet anlaufen. Häfen sind keine Rennpiste oder Badeplatz.

In den Häfen sollten Sie langsam fahren. Den Motor lassen Sie nur laufen, so lange es notwendig ist. Grundsätzlich dürfen Sie in den Häfen und den Hafeneinfahrten nicht baden. Meist finden Sie Badeplätze in der Nähe oder ein Badezugang ist speziell ausgewiesen.

Gut fest mit eigenen Leinen und Fendern
Die Festmacher sollten weder zu straff noch zu lose sein. Überlegen und schätzen Sie ab, wie sich das Boot bei Seegang und Wind von verschiedenen Seiten an seiner Vertäuung verhält. Insbesondere auch zu benachbarten Booten. In manchen Fällen kann beim Festmachen eine Vor- oder Achterspring oder beides notwendig sein.Sie verhindern seitliches Abtreiben und halten das Boot nach vorne und achtern.

Hängen Sie stets genügend Fender aus. Mindestens sollten es vier intakte Fender sein. In unruhigen Häfen sollten Sie auf die Stellung der Masten achten, damit sie sich bei Seegang oder Böen nicht in den Verstagungen verfangen oder gegeneinander schlagen. Festmachen im Päckchen ist am Bodensee nicht üblich.

Fäkalienabsauganlagen findet man überall
Wie kein anderes Revier ist der Bodensee mit Absauganlagen ausgerüstet. Rund um den See findet man die meist grünen Anlagen, wo man die Fäkalien seines Bootes absaugen kann. Die Bedienung ist denkbar einfach und an den Geräten beschrieben. Bei Fragen helfen Ihnen andere Wassersportler oder der Hafenmeister sicher weiter.
Chemie-WCs oder Spülwasser sollten Sie an Land in den entsprechenden Fäkalienschütten entsorgen. Auf jeden Fall gehören Fäkalien oder Spülwasser nicht in den See!

Wo man grundsätzlich nicht fest macht
Manche Plätze sind für das Festmachen tabu. Dazu gehören die Fäkalienabsaugstationen oder die Plätze unter dem Kran oder Takelmast. Hier können Sie nur liegen, wenn es der Hafenmeister ausdrücklich genehmigt. Sonst könnten Sie am nächsten Morgen bereits früh unsanft geweckt werden. In vielen Häfen können Sie mit Genehmigung des Hafenmeisters auch in den Gassen oder quer vor den Dalben liegen oder im Päckchen. Doch nicht überall. Liegen Sie möglichst so, daß Sie noch über die Mole aussteigen können. Wenn Sie (zur Not) über ein fremdes Boot aussteigen müssen, fragen Sie um Erlaubnis und überqueren Sie das fremde Boot vor dem Mast. Achten Sie darauf, daß Sie nichts beschädigen. Steigen Sie nicht über abgedeckte Boote oder treten Sie Löcher in die Persenning.

Wohin mit dem Auto oder Trailer
PKWs sind auf den ausgewiesen Parkplätzen abzustellen. Unterstellmöglichkeiten für Trailer oder Gespanne erfahren Sie über den Hafenmeister/Hafenbetreiber.

Dort können Sie auch erfragen, wo Sie Ihr Boot slippen oder kranen können. Meist sind die Anlagen verschlossen, gegen eine kleine Gebühr ist das Slippen oder Kranen in vielen Häfen aber problemlos möglich. Die Benutzung der Takelmasten ist fast überall kostenlos.

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