North Sails rüstet das neue Greenpeace-Aktionsschiff aus

Hamburg, 01.10.2011 von IBN

Sie ist eine Legende – die „Rainbow Warrior“ der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Am 14. Oktober 2011 wurde der Neubau „Rainbow Warrior III“ bei der Fassmer-Werft an der Weser getauft. Für die Segelgarderobe des 58 Meter langen Motorseglers haben die Umweltaktivisten North Sails beauftragt.

Proteste gegen die japanische Walfangflotte, Demonstrationen gegen Atommülltransporte, Aktionen gegen Atomtests am Mururoa-Atoll, Belagerung von Erdölplattformen – die Operationen der „Rainbow Warrior“-Schiffe waren zumeist spektakulär. Zu weltweiter Bekanntheit kam das Aktionsschiff jedoch im Sommer 1985, als das Flaggschiff der Greenpeace-Flotte im Auftrag der französischen Regierung versenkt wurde, um Protestaktionen gegen Atomtests in Französisch-Polynesien zu verhindern.

Nun sticht die dritte „Rainbow Warrior“ von Greenpeace in See. Der Neubau ersetzt die „Rainbow Warrior II“, die 22 Jahre für Greenpeace unterwegs war. Das neue Flaggschiff – die Baukosten liegen bei rund 23 Millionen Euro – ist mit umweltfreundlicher Technik ausgerüstet und so konstruiert, dass sie hauptsächlich als Segelschiff eingesetzt wird. Die Masten im A-Rahmen-Design und die Segel sind auf höchste Effizienz ausgerichtet. Nur bei ungünstigen Wetterbedingungen sollen verbrauchsarme Dieselmotoren das Schiff antreiben. Die North Sails-Segel wurde Ende Juli ausgeliefert und im Rahmen umfangreicher Testfahrten erfolgreich erprobt.

Das Segelkleid der „Rainbow Warrior III“ / fünf Segel an zwei Masten

Main Staysail:             188 m²                        Outer Jib:                   277 m²
Main:                          328 m²                        Fisherman:                 308 m²
Staysail:                      189 m²                        Tuch:                           10 oz Dacron TwoPly (doppeltes Tuch)