Stadtwerke setzen weiter auf Katamaran

Konstanz/Friedrichshafen, 01.12.2010 von IBN

Trotz der hohen Verluste wollen die Stadtwerke Konstanz (SWK), die Technischen Werke Friedrichshafen (TWF), die Katamaran-Reederei und die Oberbürgermeister von Konstanz und Friedrichshafen weiterhin an der Katamaranverbindung festhalten und ziehen trotz jährlicher Verluste von 800 000 Euro grundsätzlich eine positive Bilanz der ersten fünf Betriebsjahre. 335.000 Fahrgäste pro Jahr zeigten, dass eine schnelle Schiffsverbindung zwischen den beiden größten Städten am Bodensee notwendig sei. Der Kostendeckungsgrad von 75 Prozent entspreche dem anderer ÖPNV-Betriebe wie zum Beispiel dem der Busbetriebe in Friedrichshafen und Konstanz.

Das Defizit wurde bisher zu gleichen Teilen allein von der SWK und der TWF getragen. Insgesamt 18 Schiffsführer des Fährebetriebs der Stadtwerke Konstanz stehen inzwischen auf der Lohnliste der Katamaran-Reederei, ebenso etliche Mitarbeiter der Bodensee-Schiffsbetriebe, die teilweise im Schiffsbetrieb, Hafenservice, Vertrieb oder in der Instandhaltung für die Katamaranlinie arbeiten. Insgesamt geht es um ca. 25 Arbeitsplätze.

Seit dem Start der Verbindung im Juli 2005 waren durchschnittlich 920 Fahrgäste pro Tag. Die Zahlen liegen deutlich unter den Erwartungen. Insbesondere die Erwartung an den Katamaran als Transportmittel für Pendler konnte in keiner Weise erfüllt werden. 

„Wir arbeiten mit Nachdruck an Lösungen, um das Ergebnis der Reederei zu verbessern“, erklärt Konrad Frommer, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz GmbH. So soll beispielsweise eine Änderung der Organisations- bzw. Gesellschaftsstruktur überprüft werden. Um weitere Synergien mit den anderen Schifffahrtsbetrieben zu schöpfen, denken die beiden Gesellschafter u.a. über eine komplette Integration der Katamaran-Reederei in die Bodensee-Schiffsbetriebe nach. 


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