Impulse für die Sportschifffahrt

Berlin, 03.12.2011 von IBN

Die Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und FDP haben sich am 29. November auf einen Bundestagsantrag geeinigt, der der Sportbootschifffahrt neue Impulse verleihen soll.

Der Deutsche Bundestag soll Mitte Dezember über den insgesamt 12 Punkte enthaltenden
Antrag entscheiden. Die wichtigsten Forderungen beziehen sich auf eine Lockerung der
Führerscheinpflicht, den Ausbau der Charterscheinregelung und die Verbesserung der
Ausbildungsqualität.

Die Grenze für die Führerscheinpflicht auf dem Wasser soll jetzt von derzeit 3,68 KW/5 PS auf
11,4 KW/15 PS angehoben werden. Durch diese Maßnahme wollen die Regierungsfraktionen
den Einstieg in den Bootssport erleichtern und attraktiver gestalten. Außerdem soll
die sehr strenge deutsche Führerscheinpflicht an ein durchschnittliches europäisches
Regelungsniveau angeglichen werden.

Darüber hinaus wollen die Regierungsfraktionen die bisher sehr sichere und erfolgreiche
Charterscheinregelung weiter ausbauen. Im Rahmen der Charterscheinregelung dürfen
speziell ausgewiesene Fahrtstrecken mit langsam fahrenden Booten während eines
Charterurlaubs auch ohne Führerschein befahren werden. Eine Vernetzung von bereits
ausgewiesenen Revieren soll auch dann möglich sein wenn dafür Bundeswasserstraßen mit
geringem Güterverkehr gequert oder freigegeben werden müssen. Die Freigabe zusätzlicher
Fahrtstrecken mit geringem Güterverkehr soll im Rahmen von Einzelfallprüfungen erfolgen.
Wichtig für die Charterunternehmen an der Küste: auch auf geeigneten Ostseerevieren
sollen Charterscheinmodelle erprobt werden, z.B. Flottillenfahrten.

CDU/CSU und FDP wollen sich aber auch für eine Verbesserung der Ausbildungsqualität
einsetzen. Die Ausbildungsorganisationen sollen ein einheitliches Qualitätssiegel für die
Ausbildung schaffen. Andernfalls droht ab 2016 eine gesetzliche Regelung.

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