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Mit
der
HiP
30
kommt
mal
wieder
ein
Segelboot
auf
den
Markt,
das
trailerbar,
bewohnbar
und
auch
bezahlbar
ist.
Darüber
hinaus
segelt
das
Boot
hervorragend
und
es
scheint
für
den
Bodensee
ideal
geeignet,
weil
es
schmal
Mit diesem
Boot
sollte
man
auch
während
der
Hauptsaison
noch
nach
15.00
Uhr
einen
Gastplatz
bekommen.
Schließlich
ist
die
englische
Hip
einen
guten
Meter
schmaler
als
die
meisten
ähnlich
langen
Boote.
Die
Erfahrungen
zeigen,
dass
das
Gastplatzthema
für
Boote
unter
2,50
Meter
Breite
grundsätzlich
kein
Problem
darstellt.
Kann
man
zusätzlich
noch
den
Tiefgang
verringern,
ist
man
am
Bodensee
praktisch
sorgenfrei.
Es
soll
jetzt
allerdings
nicht
behauptet
werden,
dass
die
Hip
dabei
eine
schwimmende
Ferienwohnung
ersetzen
soll.
Vier
Kojen,
Porta
Potti
zwischen
den
Vorschiffskojen
und
eine
Spiritusflamme
müssen
den
Bedarf
nach
Komfort
decken.
Einfach
so,
wie
es
früher
war.
Zu
Zeiten,
in
denen
man
mit
dem
H-Boot
oder
dem
Jollenkreuzer
zum
Familientörn
aufbrechen
konnte,
ohne
deswegen
als
Exot
zu
gelten.
Einfach
leben
und
gut
segeln.
Die
Hip
segelt
nämlich
hervorragend
und
wird
den
meisten
größeren
Booten
das
Heck
zeigen.
Sie
ist
für
das
Leichtwindrevier
Bodensee
wie
geschaffen,
kann
aber
auch
ordentlich
Wind
ab.
Der
Bleibulb
werkelt
zwei
Meter
dreizehn
unter
der
Wasserlinie
und
hat
damit
einen
hervorragenden
Wirkungsgrad.
An
unserem
Segeltag
herrschten
nicht
gerade
traumhafte
Bedingungen.
Es
war
zwar
einer
der
ersten
angenehmen
Sonnentage
in
diesem
Frühling,
der
Wind
schien
aber
noch
im
Winterschlaf.
Trotzdem
fühlte
sich
das
Boot
gut
an.
Man
muss
nur
etwas
an
den
Trimmleinen
zupfen,
dann
springt
die
Hip
auch
beim
leisesten
Hauch
an.
Und
das,
obwohl
die
Segel
für
alles,
aber
nicht
für
diese
Bedingungen
gebaut
waren.
Normalerweise
ist
die
Hip
auf
dem
windreichen
Solent
zu
Hause.
Vor
allem
unter
Gennaker
zeigte
der
neue
"Zahnstocher",
was
in
ihm
steckt.
Ein
Strich
Wind,
maximal
ein
Beaufort,
brachten
die
leichten
57
Quadratmeter
Nylon
in
Form
und
beschleunigte
das
Boot
sofort
auf
knapp
über
fünf
Knoten.
"Und
Tschüß,
ihr
Bleienten."
Der
britische
Eigner,
der
auch
das
Konzept
des
Bootes
entworfen
hatte,
berichtete
glaubhaft
von
Spitzengeschwindigkeiten
jenseits
der
zwölf
Knoten.
Konstruktiv
sollen
etwa
18
Knoten
"drin
sein".
Wir
segelten
die
Baunummer
eins,
also
das
"Modell"
von
dem
die
Form
abgenommen
wurde,
die
derzeit
für
die
Serienproduktion
vorbereitet
wird.
Deshalb
sind
einige
Details
noch
in
der
Erprobungsphase.
Der
Mechanismus
für
den
Hubkiel
wird
im
Serienboot
anders
aussehen
und
auch
bei
der
Gestaltung
des
Innenausbaus
ist
das
letzte
Wort
noch
nicht
gesprochen.
Allerdings
sind
schon
konkrete
Klassenvorschriften
formuliert,
in
deren
Rahmen
weitgehende
Gestaltungsfreiheit
herrscht.
Darin
ist
der
Innenausbau
nicht
erfasst,
sondern
lediglich
das
minimale
Bootsgewicht.
Die
Hip
kann
also
wahlweise
"nackt"
geordert
werden,
mit
einer
leichten
und
atmungsaktiven
Vinylverkleidung
oder
mit
einer
pflegeleichten
und
optisch
ansprechenden
Innenschale,
die
allerdings,
wie
bei
allen
in
dieser
Art
gebauten
Booten,
Probleme
mit
Kondenswasser
bereiten
kann.
Auch
der
Einbau
eines
kleinen
Diesels
mit
Saildrive
und
Faltpropeller
ist
möglich.
Diese
Option
kostet
mit
allen
Installationen,
Tank
und
Starterbatterie
10.000
Euro
Aufpreis
und
wird
das
Boot
um
etwa
150
Kilogramm
schwerer
machen.
Dafür
ist
dann
auch
ein
Brückendeck
notwendig,
das
in
dem
angenehm
geräumigen
Cockpit
Platz
kostet.
Wer
also
in
erster
Linie
segeln
möchte,
ist
mit
einem
kleinen
Außenborder
besser
bedient.

Innenausbau
und
Wohnraum
Das
Cockpit
hat
keine
Sitzduchten.
Was
beim
Segeln
sehr
angenehm
ist,
kostet
unter
Deck
Platz.
Hundekojen
sind
nicht
möglich.
Die
Kajüte
endet
am
Schott,
wo
auf
der
Backbordseite
eine
kleine
Pantry
mit
Spüle
und
Frischwassertank,
und
auf
der
Steuerbordseite
ein
kleiner
Navigationstisch
untergebracht
ist.
Es
gibt
aber
vier
vollwertige
und
ausreichend
große
Kojen.
Wenn
der
Kiel
ganz
im
Kielkasten
versenkt
ist,
wird
dieser
von
einem
kleinen
Tisch
bedeckt,
unter
dem
der
Spirituskocher
untergebracht
ist.
Der
kann
bei
Bedarf
ausgeschwenkt
werden.
Die
Kajüte
ist
offen
und
wird
nicht
durch
ein
Mastschott
unterteilt.
Der
Mast
steht
auf
einer
Stütze
aus
Edelstahl
und
die
Wantpüttings
sind
an
einem
Rahmenspant
aus
überlaminiertem
Sperrholz
verbolzt.
Durch
den
hohen
Aufbau
muss
man
sich
unter
Deck
nicht
kriechenderweise
bewegen,
was
einem
überzeugten
Kleinbootsegler
doch
angenehm
auffällt.
Die
großen
Fenster
und
das
Plexiglasluk
bringen
ausreichend
Licht
in
die
Kajüte.
Rigg
und
Segel
Nachdem
Konstrukteur
und
Eigner
mit
einem
Carbonrigg
experimentiert
haben,
sind
sie
überein
gekommen,
dass
der
zu
erzielende
Vorteil
bei
dem
Bootskonzept
sehr
klein
und
wirtschaftlich
kaum
sinnvoll
ist.
Die
Hip
kommt
jetzt
also
mit
einem
konventiellen
Alurigg
daher,
das
von
unterbrochenen
Wanten
über
zwei
Salingpaare
verstagt
wird.
Das
Vorstag
endet
deutlich
unterhalb
des
Topps.
Backstagen
sucht
man
vergeblich,
was
zwar
die
Manöver
vereinfacht,
einenen
jederzeit
korrekten
Trimm
aber
doch
sehr
kompliziert
werden
lässt.
Diesem
Handicap
versucht
die
Werft
mit
Klappwantenspannern
ein
Stück
weit
zu
begegnen.
Vielleicht
könnte
man
da,
in
Jollenkreuzermanier,
auch
etwas
mit
Taljen
unter
Deck
machen.
Schließlich
muss
bei
uns
doch
oft
zwischen
zwei
Extremen
umgetrimmt
werden.
Die
Selbstwendfock
kommt
ebenfalls
dem
Handling
zu
gute.
Auch
hier
ist
das
letzte
Wort
noch
nicht
gesprochen,
weil
die
Konstruktion
zwar
in
Englands
windigem
Süden
hervorragend
funktionieren
soll,
aber
bei
Flaute
zu
viel
Reibung
hat,
wie
sich
jetzt
auf
dem
Bodensee
heraus
gestellt
hat.
Eine
Genua
ist
auch
möglich,
wenngleich
eine
etwas
überlappende,
gut
geschnittene
Fock
und
ein
etwas
weiter
ausgestelltes
Großsegel
ähnliche
Leistungen
erbringen
dürften
ohne
die
Handhabung
kompliziert
zu
machen.
Eine
Fock,
die
auf
Holepunktschienen
läuft,
hätte
den
weiteren
Vorteil,
dass
diese
bis
auf¹s
Deck
hinunter
geschnitten
werden
könnte.
Aber
wie
gesagt,
Werft
und
Konstrukteur
wollen
mit
diesem
Boot
erst
Erfahrungen
sammeln
und
diese
dann
in
der
Serie
umsetzen.
Ebenfalls
aus
der
nordischen
Starkwindszene
kommt
der
Bügel,
an
dem
die
Großschot
befestigt
ist.
Bei
sehr
wenig
Wind
hat
ein
Traveller,
der
nach
Luv
gezogen
werden
kann,
eindeutige
Vorteile.
Ein
solcher
kann
auf
Wunsch
auch
problemlos
eingebaut
werden.
Fazit:
Die
HiP
ist
trotz
ihrer
30
Fuß
Länge
kein
schwimmendes
Ferienappartement.
Sie
ist
ein
reinrassiges
Segelboot
mit
allerbesten
Eigenschaften.
Das
heißt
aber
nicht,
dass
man
mit
ihr
nicht
auch
Touren
segeln
kann.
Wer
beim
Komfort
keine
überzogenen
Ansprüche
stellt,
kann
mit
diesem
Boot
ohne
weiteres
glücklich
werden.
Segler,
die
über
etwas
handwerkliches
Geschick
verfügen,
werden
die
noch
kahle
Kajüte
mit
wenigen
Mitteln
wohnlich
gestalten
können
oder
gleich
die
Werft
damit
beauftragen.
Die
Flexibilität
des
Herstellers
ist
ein
großer
Vorteil
des
Bootes.
Man
kann
die
HiP
so
bestellen,
wie
man
sie
haben
möchte.
Jedenfalls
ist
es
möglich,
auch
mit
begrenztem
Budget
ein
hervorragendes
Segelboot
zu
erwerben.
Über
die
endgültige
Bauqualität
kann
bei
dem
Prototypen
noch
nichts
gesagt
werden.
Verschiedene
Lösungen
sind
noch
provisorisch.
Aber
es
zeugt
doch
von
einem
gewissen
Qualitätsanspruch,
wenn
eine
Werft
erst
mal
ein
Experimentierboot
auf
die
Bahn
schickt,
bevor
das
Serienprodukt
an
die
Kunden
ausgeliefert
wird.
Aus
Schaum
und
Vinylesterharz
kann
man
leichte
und
stabile
Boote
bauen.
Die
Kosten
sind
etwas
höher
als
bei
einem
Polyestersandwich,
die
Vorteile,
die
dieser
Harztyp
bietet,
überwiegen
bei
weitem.
Damit
kommt
man
der
Haltbarkeit
eines
Epoxibaus
sehr
nahe.
MH
Länge
über
alles:
9,15
m
Länge
Wasserlinie:
8,26
m
Breite:
2,13
m
Gewicht:
1300
Kilogramm
Ballast:
650
Kilogramm
Tiefgang:
0,5-2,13
m
Großsegel:
21
m2
Fock:
14
m2
Gennaker:
43/57
m2
Motor:
Außenbord,
Einbaumaschine
optional
Preis
mit
Groß
und
Fock
ab
Werft:
52.810
Euro
Vertrieb
:
Biehlmarin,
Wrangelstraße
10,
D-24937
Flensburg,
Tel
0049
(0)461
58118-8,
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